Hohe Ehre für Altbürgermeister Norbert Brugger (67): Beim Neujahrsempfang der Stadt Löffingen wurde der beliebte Löffinger zum Ehrenbürger ernannt. „Norbert Brugger hat die Stadt geprägt, politisch, vereinsmäßig und auch kulturell“, so das Fazit der Laudatio von Bürgermeister Tobias Link und dem Vertreter der Vereine, Klaus Auer, vor großer Gästekulisse in der Festhalle. Bruggers Spuren im Baarstädtchen wurden beim Neujahrsempfang nachgezeichnet, musikalisch begleitet von der Stadtmusik.

Bis zum Schluss wurde dieses Geheimnis gehütet, Brugger zum Ehrenbürger zu ernennen, ein einstimmiger Beschluss des Gemeinderats, welchen die über 300 Gäste in der Löffinger Festhalle mit großem Applaus würdigten. „Die Ehrenbürgerwürde der Stadt hat Norbert Brugger mehr als verdient, denn was er in der Gesamtstadt geleistet hat, wird auch noch in vielen Jahren seine politischen Entscheidungen und seine Ehrenamtsarbeit unterstreichen“, sagte Bürgermeister Link. Obwohl er als Kommunalpolitiker auch manche Rückschläge hinnehmen musste, hätte er nie aufgegeben. „Ganz im Gegenteil, es waren Ermutigungen gewesen, weiterzumachen“, sagte sein Nachfolger. Sein politisches Engagement nutzte Brugger zum Wohle der Gesamtstadt. Die neue Dreifeldsporthalle, das Haus des Gastes, Neubau der Werkrealschule, Gewerbegebiete, Ausbau des Haslachstadions, Neubau des Feuerwehrgerätehauses, neue Festhalle, Kläranlage Seppenhofen, moderne Sportanlagen in allen Ortsteilen, Umbau der Grundschule Löffingen, Schließung des Krankenhauses und Umwandlung in ein Altenpflegeheim, sind einige der Spuren, die Brugger mitgetragen hat. Die Seniorenwohnanlage wurde durch das große Engagement und Ehrenamt durch Norbert Brugger realisiert, so Tobias Link.

Doch auch schwierige Zeiten wie seine Bürgermeisterkandidatur gegen Frank Schmitt und die anschließenden Jahre als Bürgermeisterstellvertreter im großen Spannungsfeld habe er souverän gemeistert

„Man wird alt, wenn man seine Ideale aufgibt“, dieses Zitat von Marc Aurel verband Klaus Auer, Vorsitzender des FC Löffingen und Sprecher der Vereine, in seiner Würdigung. „Ehrenamtsarbeit und stets zu helfen, wo Not an Mann ist, zeichnen Norbert Brugger aus“, sagte Auer. Vom Jugendfußballer, aktive Spieler, Jugendtrainer, bis hin zum Schatzmeister und Geschäftsführer reichten seine Funktionen. Eine große Stütze war immer Ehefrau Marianne. Unvergesslich seine Aktion, als er beim FC Freiburg die Einnahmen beim Heimspiel pfändete, da der Verein die Ablösung für einen Profispieler aus Löffingen nicht bezahlt hatte. Die Raumschaftsturniere wurden eingeführt. Auch beim Turnerbund setzte er Zeichen als Kommandant der Leitermannschaft. Er war Mitbegründer der Tennisgilde und spielt bis heute im Seniorenorchester des Handharmonikaspielrings. Norbert Brugger reaktivierte mit seinem Freund Klaus Effinger das Cego-Spiel, ebenso war er Vorsitzender des DRK.

Sichtlich ergriffen nahm Norbert Brugger die Ehrung und Ehefrau Marianne die Glückwünsche und Blumen an. Drei Herren und Ehefrau Nanny – ohne sie wäre es nie gegangen, hätten sein Leben geprägt, so Brugger. Zum einen Fritz Isele schon als Ministrant und später als politisches Gegenüber. Beim FCL war es Bruno Laule, der bleibende Marksteine gesetzt habe. Dem politischen Ziehvater Josef Bayer verdanke er seine politische Laufbahn.


Zur Person

Norbert Brugger (67), neuer Löffinger Ehrenbürger, hat sich von jungen Jahren an ehrenamtlich engagiert. So war er bis 1965 Ministrant und Oberministrant. Der gelernte Bankkaufmann engagiert sich bis heute in verschiedenen Vereinen, wurde Ehrenmitglied beim FCL und war und ist Motor der Seniorenwohnanlage. Politisch hat Sozialdemokrat Brugger zahlreiche Meilensteine für Löffingen gesetzt. Seit 36 Jahren setzt er sich als Kommunalpolitiker, von 1980 bis 2005 als Gemeinderat, anschließend Bürgermeister und seit 1984 im Kreisrat für seine Heimatgemeinde Löffingen ein. (pb)