Die Lust an der Literatur zu wecken und die Bücherei zu einem Kommunikationstreff für alle Generationen auszubauen, ist das große Ziel von Birgit Kuttruff, der Leiterin der Löffinger Stadtbücherei. Nach Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gilt ihr Augenmerk nun den Senioren.

  • Seniorentreff: Das jüngste Projekt der engagierten Büchereileiterin ist die Kooperation mit dem Löffinger Altenpflegeheim St. Martin. Als sie mit dieser Idee bei Alltagsbetreuer Rudi Meister vorstellig wurde, war dieser sofort dabei, den Bewohnern des Altenpflegeheims eine neue Möglichkeit des Freizeitvergnügens zu bieten. Abwechslung vom Heimalltag ist das Ziel. Ganz bewusst wollte man nicht etwa mit Büchern ins Altenpflegeheim kommen – hier erfahren die Senioren jeden Morgen das Neuste aus der Tageszeitung – sondern der Seniorentreff sollte in der Stadtbücherei stattfinden. Während die Stadtbücherei barrierefrei ist und mit dem Aufzug zu erreichen, müssen die Betreuer die Bewohner vom Altenpflegeheim teilweise mit den Rollstühlen durchs Städtle schieben, da nicht alle Senioren im Bus Platz haben. „Im Durchschnitt kommen jetzt regelmäßig 15 Besucher“, freut sich die Leiterin der Stadtbücherei.
  • Seniorenliteratur: Speziell für diese monatlichen Treffs hat Birgit Kuttruff die Seniorenliteratur erweitert. Neue Literatur und Bildkarten wurden angeschafft. „In diesen Genuss kommen alle Senioren, die auch gerne zu diesen Treffs eingeladen sind“, informiert Birgit Kuttruff. So gibt es für die Senioren Belletristik in Großdruck, Hörbücher, Vorlesebücher für Erwachsene sowie Sachbücher, beispielsweise Gesundheit im Alter, Partnerschaft und Liebe, Informationen zum Erbrecht, Bücher zum Zusammenleben der Generationen, aber auch Computerbücher und vieles mehr für die ältere Generation.
  • Erlebnisreiches Bildungsangebot: Die Themen sind vielfältig und werden mit Liedern, Gedichten und vielem mehr ergänzt. So ist bei diesen Treffs auch die Kräuter-Expertin Gisela Schreiber mit von der Partie. Bevor sie in die Bücherei kommt, sammelt sie im Garten und auf den Feldern schon mal verschiedene Blumen und Heilkräuter. Birgit Kuttruff bringt ihr Akkordeon mit, um den Nachmittag mit Musik und dem gemeinsamen Singen zu bereichern. „Bei der zielgruppenorientierten Bibliotheksarbeit mit älteren Menschen berücksichtige ich die physischen Besonderheiten und beziehe diese mit in die Planung ein“, informiert Birgit Kuttruff.
  • Verbesserte Medienkompetenz: Diese Treffen sind ein Gewinn für alle Beteiligten. Es ist erstaunlich, welchen Lied- und Gedichtschatz die Senioren haben. Doch auch die Geschichte von damals wird bei diesen Treffen lebendig. „Für mich persönlich sind es sehr wertvolle und gelungene Veranstaltungen“, sagt Kuttruff. „Die Senioren genießen diese Treffen in der Stadtbücherei. Auch wird spürbar die Lese- und Medienkompetenz der Senioren verbessert“, da ist sich auch Rudi Meister sicher. Der Abschluss dieser Lese-Senioren-Runde findet meistens in einem Kaffee statt, um bei Kaffee und Kuchen über die Veranstaltung weiter zu plaudern. Der nächste Termin ist im September geplant.

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