Nun sind die närrischen Tage wieder (fast) vorbei. Das letzte Narrensymbol, der Narrenbaum, fällt in Löffingen allerdings erst am kommenden Sonntag, 1. März. Mit dem Abbrennen des Fasnetfunkens ist dann die närrische Zeit endgültig beendet.

  • Fasnetfunken: Wenn der Fasnetfunken brennt, ist damit auch die fünfte Jahreszeit im Löffinger Ösch vorbei. Doch diese endete in jedem Ort anders, am Samstag in Dittishausen, Bachheim, Unadingen und Reiselfingen, am Sonntag in Löffingen und Göschweiler.
  • Haufen, Pyramide oder Scheibenschlagen: In den meisten Orten wird der Fasnetfunken zu einem „Haufen“ aus gut brennbarem Holz aufgebaut, meist an exponierter Stelle, sodass die Flammen gut sichtbar sind. Seit Jahrzehnten wird der Fasnetfunken in Göschweiler als Pyramide zwischen drei großen Stangen aufgebaut. Hier werden meist nur Reisigwellen hochgeschichtet und davor ein Vorfunken mit Brennbarem platziert. Dieser wird auch als erstes angezündet, bevor der eigentliche Funken brennt. In Dittishausen existiert der Brauch des Scheibenschlagens. Dabei werden die glühenden Holzscheiben mit einem Sprüchle ins Tal geschleudert.
  • Verschiedene Bräuche: So unterschiedlich wie die Fastnacht im Löffinger Ösch gefeiert wird, so endet sie auch. In Löffingen ist das Ende der fünften Jahreszeit auch mit der fastnächtlichen Vorherrschaft der 20-er verbunden. Mit dem Aufstellen des Narrenbaums und der Vereidigung begann ihre Regentschaft am Schmotzige Dunschdig, am Alte-Fasnet-Sundig endet sie mit dem Abbrennen des Fasnetfunkens. Am Sonntag, 1. März, 14 Uhr wird der Löffinger Narrenbaum abgesägt und versteigert. Dazu werden noch zahlreiche Preise verlost, welche die 20-er vor allem von den Ösch-Geschäften bekommen haben. In Unadingen lädt der Narrenverein nach dem Abbrennen des Fasnetfunkens zum gemütlichen Abschluss in den Ochsen ein. In Bachheim wurde bereits am Dienstag der Fasnetausklang mit Narrenbaumverlosung im Narrenhisli gefeiert und Seppenhofen ist der Narrenbaum ebenfalls schon entfernt.
  • Fasnetkiechle: Noch eine Besonderheit gibt es im Löffinger Ösch in Reiselfingen und Göschweiler – die Fasnetkiechli. Diese in Fett gebackenen Köstlichkeiten sind üblicherweise am Schmotzige Dunschdig zu finden. So gibt es etwa in Hüfingen die kostenlose Verteilung der Fasnetkiechli (die Verteilung geht auf eine Beschwerde 1624 zurück) an die Kinder am Schmotzige Dunschdig. „Die Fasnetküchle oder auch Scherben gibt es in Reiselfingen, seit es die Goris gibt“, so Hannelore Messerschmid. In diesem Jahr, nachdem sich die Goris aus der örtlichen Fasnet zurückgezogen haben, brauchen die Reiselfinger trotzdem nicht auf diese Köstlichkeit zu verzichten. Acht Frauen haben sich bereit erklärt, sich am Fasnetsamschdig in der Dietfurthalle zu treffen, um rund 600 Fasnetkiechli zu backen. Andrea Lauble hat die Zutaten schon eingekauft und das Rezept liegt vor. Auch in Göschweiler wird es Fasentkiechli geben. Hierfür steht die Göschweiler Jugend, die in der Küche der Bürgerhalle die Kiechli ausbackt. Am Nachmittag werden die Küchle im Dorf verkauft.