Die Löffinger Wallfahrtskirche zum Witterschneekreuz hat eine lange Geschichte und Tradition, die bis heute lebendig ist. Immer im September wird die Wallfahrt gefeiert, die auch heute noch Pilger aus der Region anzieht. Zwar nicht mehr wie im 18. Jahrhundert – da berichtete Pfarrer Eggstein von bis zu 1000 Pilgern an Sonn- und Feiertagen, die aus dem Umkreis von 20 Stunden zur Löffinger Wallfahrt kamen – doch auch noch heute ist die Wallfahrt lebendig. Zurückzuführen ist dies auf die Errettung eines Verirrten im Jahr 1735 oder 1740. Er wurde aus dem Schneesturm von Holzfällern gerettet und errichtete zum Dank an der Stelle ein schlichtes Holzkreuz auf. Über ihm wurde 1792 eine offene Schächerhütte mit sechs Bet-Stühlen errichtet, 1849 fügte man eine aus Holz erbaute Kapelle hinzu. Angesichts der blühenden Wallfahrt erfolgte am 16. Oktober 1896 die Benediktion der heute bekannten Wallfahrtskirche.

Während die alte Holzkirche ihr ganz besonderes Flair hat, besticht die steinerne Wallfahrtskirche schon durch den großen neugotischen Stil, die Handschrift des erzbischöflichen Baudirektors Max Meckel. Die drei Altäre hat der Bildhauer und Maler Franz Josef Simmler geschaffen. Die wunderschöne Deckenmalerei ist die letzte Arbeit des Wiener Kunstmalers August von Wörndle.

Die Löffinger Wallfahrt beginnt am 1. Mai mit dem Eröffnungsgottesdienst und der Fahrzeugweihe, gefolgt von der großen Wallfahrt an einem Septembersonntag. Sie endet am letzten Montag im September mit der Lichterprozession.

Die große Wallfahrt ist dieses Jahr am Sonntag, 9. September. Wegen des Schienenersatzverkehrs wird sich dieses Jahr der Ablauf der Löffinger Wallfahrt zum Witterschneekreuz ändern. Auftakt ist nicht in der Stadtkirche sondern am Beginn des Stationenwegs. Um 13.30 Uhr wird dort der Rosenkranz auf dem Weg und dann weiter im Schneekreuz gebetet. Auch die Wallfahrtspredigt um 14 Uhr ist direkt in der Wallfahrtskirche. Domkapitular Peter Kohl aus Freiburg spricht über das Thema "Betet und es wird euch gegeben – Von der Not und dem Segen Gottes". Anschließend findet die Andacht mit Aussetzung und sakramentalem Segen statt.