Die Garage von Hiltrud und Albert Trenkle ist nun ein echter Blickfang und der kleine Fußweg von der Rötenbacherstraße in die Hebelstraße und die Abkürzung Richtung Reichberg hat mit dem Graffiti-Bild ein völlig neues Gesicht bekommen.

„Ich bin sehr dankbar und froh, dass die Familie Trenkle auf mich zugekommen ist, um uns für den Graffiti-Workshop ihre Garagenwand anzubieten“, freut sich Jugendreferentin Stefanie Gutenkunst. Zusammen mit Jugendlichen und dem Graffiti-Künstler Fabian Bielefeld ist ein echtes Kunstwerk entstanden: Auf einer großen Blumenwiese schwirrt eine Biene mit Herzchen-Augen, chillt ein Marienkäfer auf einer Wolke und schaut vergnügt ein Einhorn über dem Regenbogen auf das ganze Geschehen. Die Idee zu diesem Kunstwerk hatten die zwölf Teilnehmer zwischen zehn und 15 Jahren. Sie hatten zuvor verschiedene Entwürfe gezeichnet und sich dann gemeinsam für das Werk entschieden. Nach der Blaugrundierung war es Fabian Bielefeld, der die Hauswand mit dem Motiv skizzierte, bevor die sechs jungen Damen und Herren ans Werk gingen. 80 unterschiedliche Farbdosen hatte Fabian Bielefeld dabei, der bereits zum vierten Mal mit den Löffinger Jugendlich Grafitti-Kunstwerke hergestellt hat.

Vor dem Sprayen müssen Ideen gefunden werden, die es gilt auf Papier zu bringen. Hiltrud und Albert Trendle stellten den Jugendlichen nicht nur ihre Garagenwand zur Verfügung, sondern auch Platz für ihre kreativen Ideensammlungen.
Vor dem Sprayen müssen Ideen gefunden werden, die es gilt auf Papier zu bringen. Hiltrud und Albert Trendle stellten den Jugendlichen nicht nur ihre Garagenwand zur Verfügung, sondern auch Platz für ihre kreativen Ideensammlungen.

„Wir sind absolut begeistert“, lautete das Urteil von Hiltrud und Albert Trenkle, welche den Jugendlichen noch ordentlich ihre Kasse füllten. Bewusst wollten sie den Löffinger Jugendraum unterstützen und hoffen, dass ihr Beispiel Schule macht. „Die Grafitti-Wand ist ein echter Hingucker und steht im Gegensatz zu den Hauswänden mit alten Adelswappen“, lacht Albert Trenkle.

"Mit der Sprühdose umzugehen; muss gelernt sein", erklärt Stefanie Gutenkunst, diese Erfahrungen hatten die Teilnehmer bereits zuvor auf verschieden großen Holztafeln ausprobieren können. Das Bauhofteam hatte diese zugeschnitten, die Farbe für die Grundlackierung hatte die Stadt gestellt. Am Ende konnte jeder sein eigenes gestaltetes Graffiti-Brett mit nach Hause nehmen.

Fabian Bielefeld und Stefanie Gutenkunst sehen in diesen Graffiti-Workshops viele Lerneffekte. Da wird die Kreativität gefördert, die Jugendlichen lernen Geduld zu haben, denn nicht alle können gemeinsam gleichzeitig ans Werk, sie lernen aber auch Rücksichtnahme, gegenseitigen Respekt und Wertschätzung, den Unterschied zwischen Schmieren und Kunst, wissen um die Arbeit und auch das Farbverständnis.

Derzeit sind die Jugendlichen in der Freetime dabei, für das Sommerfest der Stadtmusik Windschutzwände kreativ mit Farbe zu gestalten.

Ferienspaß

Eine Kombination aus Action und Kreativität mit dem Ziel möglichst viele Jugendliche anzusprechen, stand hinter dem Angebot des Pfingstferienprogramms von Jugendreferentin Stefanie Gutenkunst. Erstmals konnte neben den Angeboten auch der Jugendraum geöffnet bleiben, da Corinna Kurfürst ihr zur Seite stand. Montag, Mittwoch und Freitag ist von 18 Uhr bis 21 Uhr Freetime im Jugendraum angesagt.