Löffingen als Fairtrade-Stadt hat sich zur Aufgabe gemacht, mit verschiedenen Aktionen auf Missstände aufmerksam zu machen, die Bevölkerung zu sensibilisieren und aufzuklären. Nun steht mit der Fotoausstellung von Taslima Akhter eine weitere interessante und nachdenkliche Aktion auf dem Programm. Die Ausstellung, die am Sonntag, 25. Februar, beginnt, zeigt die Lebensbedingungen der Menschen, welche in der Textilindustrie in Bangladesch arbeiten. In der Städtischen Galerie sprechen die zwölf großformatigen Fototafeln ihre eigene Sprache. Die international ausgezeichnete Fotografin Taslima Akhter schildert in anschaulicher und erschütternder Weise das Leben und Arbeiten der Textilarbeiter in Bangladesch und ihren Kampf ums Überleben. Die Ausstellung selbst ist interaktiv, Videosequenzen geben Erläuterungen von Taslima Akhter wieder.

Die 70-jährige freie Fotografin und Dozentin für Fotojournalismus Taslima Akhter stammt aus Dhaka (Bangladesch) engagiert sich in der „Bangladesh Garment Workers Solidarity“, einer Organisation, die Textilarbeiter unterstützt.

Axel Schütz, Lehrer am Friedrich-von-Alberti-Gymnasium Bad Friedrichshall und Leiter der „One World Initiative“ der Schule, hat gemeinsam mit Taslima Akhter die Ausstellung konzipiert. Er selbst wird bei der Eröffnung mit dabei sein und über die Ausstellung und deren Entstehung informieren. Anschließend steht er dem Publikum Frage und Antwort. Ergänzt werden die Fotos durch die „Reporterskizzen aus Bangladesch“ von Dan Archer aus New York, der seine Arbeit kostenfrei zur Verfügung stellt.

Im Jahr 2013 gingen die Bilder um die Welt, als in Dhaka (Hauptstadt von Bangladesch) eine Bekleidungsfabrik einstürzte. Die traurige Bilanz waren 1030 Tote und 2400 Verletzte. Hat sich irgendetwas seither verändert? "Mir ist es wichtig, dass trotzdem noch Kleidung gekauft wird, sonst haben die Menschen dort gar keine Arbeit mehr", so Akhter. Man sollte aber manchmal doch nachfragen, wo die Kleidung herkommt und sich selbst die Frage stellen, ob ein T-Shirt für 1,99 Euro wirklich sein muss“, hatte die Fotografin bei ihrem letzten Deutschlandbesuch erklärt. Doch bedauerlicherweise seien es nicht nur die Discounter, die in den Billiglohnländern nähen lassen, es seien fast alle Modelabels, welche die unmenschlichen Bedingungen von Menschen und Natur in Kauf nehmen, so Akhter.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 25. Februar, um 11 Uhr in der Städtischen Galerie eröffnet. Sie wird bis zum 23. März zu sehen sein, der Eintritt ist frei.