Die 1200-Jahr-Feier der Gemeinde Löffingen ist stark mit der Kirche verknüpft. War es doch damals die Schenkungsurkunde des Rötenbachers Rudager, der seinen Besitz der Löffinger Kirche St. Martin vermachte. Was also liegt näher, als dass die Kirchenchöre das Bürgerfest am Sonntag, 28. Juli, anlässlich der 1200-Jahr-Feier mit ihrem Gesang bereichern?

  • Ideengeber: Die Idee wurde in einer Vorstandsitzung des Löffinger Kirchenchors durch dessen Vorsitzenden Thomas Haag geboren. Wie könnte man sich im Jubiläumsjahr einbringen, war die große Frage. „So entstand die Idee, mit einem großen Resonanzkörper aller in Löffingen und Rötenbach ansässigen Chören ein gemeinsames Konzert zu veranstalten“, wie Thomas Haag informiert.
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  • Gesangliche Zeitreise: So unterschiedlich wie die neuen Chöre sind, welche an diesem Projekt mitmachen, so verschieden werden auch die Darbietungen sein. „Es wird eine gesangliche Zeitreise vom Mittelalter bis heute geben“, informierte Neal Banerjee, der nicht nur den Kirchenchor Löffinger und den Da-Chor Rötenbach leitet, sondern für die Gesamtregie und vor allem für die fünf Stücke des Gesamtchors verantwortlich ist. 80 bis 100 Sänger werden dann im Chorraum stehen und dieses Klangvolumen voll ausnutzen können, getreu dem Motto „Chor im Chor“ . Doch nicht nur diese Gesangsreise wird beeindruckend sein, Neal Banerjee möchte gerade in den mittelalterlichen frühen Renaissance-Stücken auch diese optische Trennung zwischen dem Priester und dem Volk aufzeigen mit der Wandlung bis heute.
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  • Die Lieder: Jeder Chor hat seine Liedauswahl, sodass ein vielfältiges und interessantes Programm erwartet werden darf. Gleich fünf Stücke wird Neal Banerjee mit dem Gesamtchor aufführen und dabei vom Mittelalter bis in die Moderne gehen. Einen gesanglichen Hochgenuss wird es mit „Asperges Me“ geben oder dem gregorianischen Gesang. Es geht weiter in die früherer Liturgie, die zu Beginn eines jeden Gottesdienstes gesungen wurde. Hier werden die Chöre von einem Vorsänger angeleitet und erwidern den Gesang ganz hinten im Chorraum, um die Entfernung zwischen Liturgie und Volk zur damaligen Zeit zu zeigen, so Thomas Haag. Für die Zuhörer wird es gleich zwei Varianten von „Magnificat“ geben. Der Gesamtchor präsentiert den Satz „Cesare de Zacharia“, noch vor 1590 komponiert. „Magnificat“ in der Version von Alan Wilson als neustes geistliches Liedgut wird ebenfalls zu hören sein, dargeboten vom Kirchenchor Löffingen, zusammen mit den Kirchenchören Bachheim, Unadingen, Rötenbach, den singenden Frauen aus Göschweiler, dem KfD-Chor sowie Singhony.
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  • Die Herausforderung: Eine große gesangtechnische Herausforderung für den Gesamtchor dürfte Halleluja von Händel sein, bearbeitet von Wolfang Amadeus Mozart. „Die Diskrepanz zwischen den hohen Frauenstimmen und den tiefen Bässen ist hier unverkennbar“, so Thomas Haag. Von der Barockzeit geht es mit dem Gesamtchor in die Zeit der Romantik mit „Zum Sanctus“ aus der Deutschen Messe von Franz Schubert. Mit „An Irish Blessing“ wird der Chor das Gospel-Genre streifen. Ein Werk, das mit modernen, rhythmischen Akzenten und gospelähnlichen Passagen besticht. Der ausgebildete Opernsänger, Lehrer und Komponist Banerjee, leitet auch den Da-Chor, das Highlight hier dürfte sein Arrangement von „Scarbourough Fair“, bekannt von Simon and Garfunkel sein.
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