Ein ganzes Jahr feiert Reiselfingen den 800. Geburtstag. Bei der Auftaktveranstaltung – dem Neujahrsempfang – hatte Schirmherr und Bürgermeister Tobias Link eine Kopie der ersten urkundlichen Erwähnung für Ortsvorsteher Manfred Lauble mit dabei. Es handelt sich um eine Schenkungsurkunde aus dem Jahr 1218. In diesem Schreiben bestätigt Friedrich II. auf Bitten des Abtes und seiner Mitbrüder von Tennenbach, dass ihnen gemäß einem frommen Gelübde, sein Dienstmann Werner von Roggenbach mit Zustimmung seiner Tochter zu seinem Seelenheil ein Gut und zwei Mühlen in seiner Stadt Villingen und einem Hof im Dorfe Risolvingen, geschenkt hat.

Die aufschlussreiche Urkunde wurde vom Stadtarchiv Villingen zur Verfügung gestellt, um ein Faksimile – eine originalgetreue Nachbildung – anfertigen lassen zu können. Diese Kopie dieser Urkunde wird nun im Rathaus einen würdigen Platz finden. Allerdings weisen die Endung "-ingen" im Ortsnamen auf eine vermutlich alemannische Siedlungsgründung (4. bis 7. Jahrhundert) und die Steinhügelgräber auf eine noch frühere keltische Vergangenheit hin.

Die Überreichung verfolgten Landrätin Dorothea Störr-Ritter, die Bundestagsabgeordneten Rita Schwarzelühr-Sutter und Felix Schreiner, aus dem Landtag Reinhold Pix, Kreisräte Norbert Brugger und Rudolf Gwinner, sowie die Kommunalpolitiker und viele Gäste.