Die Jugendbeteiligung zur aktiven Mitgestaltung Löffingens ist nun auf den Weg gebracht. Zwar hätte Schulsozialarbeiterin Stefanie Gutenkunst, die diesen Weg für die Jugendlichen vorbereitet hat, sich mehr Beteiligung gewünscht, doch dafür punkteten die am Montagabend bei der Infoveranstaltung anwesenden Jugendlichen mit interessanten Vorschlägen.

  • Infoabend: „Die Jugend hat was zu sagen“, so eröffnete Gemeinderätin Isabel Meßmer den Infoabend, welche die Wünsche der Jugendlichen sammeln sollte. Erfreulicherweise hätten sich die Bemühungen mit der Jugendstiftung „Jugendbewegt“ gelohnt, denn Stefanie Gutenkunst bekam 4000 Euro für die Konzepterstellung und erstmalige Umsetzung. Dazu wird Löffingen ein Coach zur Seite gestellt. Es ist Annette Albrecht, die auch zu diesem Infotag gekommen war, die regelmäßigen Treffs werden weiter stattfinden.
Das könnte Sie auch interessieren
  • Vorschläge: Obwohl die Gruppe der Jugendlichen mit zwölf Personen eher klein war, sprudelten deren Ideen umso mehr. Auf großen Stellwänden, die in die Themenfelder Freizeitgestaltung, Außengelände, Stadtplanung, Netzwerk und Infomöglichkeiten, was Du auf jeden Fall noch sagen willst, eingeteilt waren, konnten die Jugendlichen ihre Wünsche notieren. Interessant waren auch die Bemerkungen, was in Löffingen gut läuft, wie etwa WLAN, Skaterplatz, Vereine oder Einkaufsmöglichkeiten.
  • Außengelände und Freizeitgestaltung: Für Daniel Link fehlt ein Fußballkäfig wie in Neustadt, Unterstützung bekommt er von Harun Arilik. Connar Müller möchte eine neue große Rampe am Skaterpark. Milo Müller würde sich über die Möglichkeit des Basketballspiels freuen. Lirije Riza wünscht sich einen „Chill-Ort“ und stößt dabei auf große Unterstützung. Dieser müsste überdacht sein, ergänzt Selina Frei, denn mit dem Wegfall des alten Postgebäudes gäbe es in der Stadt für die zahlreichen Jugendgruppen keinen überdachten Platz mehr. Einen öffentlichen Sport- und Fitnessparcours oder wie Evelyn Kokuschin ergänzt, auch ein Autokino oder Freilichtbühne, wären wünschenswert. Lisa Pflug und Kerstin Werne möchten die jugendliche Kunstszene aktivieren, „wie in Freiburg einen Jugend-Kunst-Parcours, oder einfach einen Platz, um sich auszuprobieren“. Gaming-Center, Musikschulen um auch ungewöhnliche Instrumente auszuprobieren, und vieles mehr gab es hier als weitere Vorschläge.
  • Stadtplanung: Die Löffinger Jugendlichen machen sich auch Gedanken über ihre Mitbürger. So war mehrmals der Wunsch nach einem Zebrastreifen am Reichberg und beim Rathaus zu lesen. Ein großes Thema war der öffentliche Nahverkehr, angefangen von Radwegen zwischen den Ortsteilen bis hin zu der Verbesserung der Wege von den Ortsteilen nach Löffingen, was Angelina Klement bemängelte.
  • Infomöglichkeiten: Diese Thematik beschäftigt die Löffinger Jugendlichen sehr. Allerdings wurde auch klar, dass ihnen der Löffinger Internetauftritt und die Löffinger App nicht geläufig waren.
  • Was Jugendliche noch bewegt: Auch ganz banale Dinge sprachen die Jugendlichen an, so bemängelten Elife Riza und Olga Hauk den Abbau der Getränkeautomaten im Schulgebäude. Eine andere Idee hatte Selina Frei, sie könnte sich vorstellen, in Essentreffs wie beim Dönnerladen Flyer für Drogenprobleme öffentlich auszulegen „mit Schockbilder wie beim Rauchen“.
  • So geht es weiter: Nachdem die ganzen Vorschläge gesammelt sind, werden sie im Team aufgearbeitet und im Gemeinderat vorgelegt. Als erstes Projekt ist zwischen Ostern und Pfingsten ein Aktionstag geplant. Als Kooperationspartner sind der Schulverbund Löffingen und das Kreisgymnasium mit dabei.

Planungsteam

Das Planungsteam, zunächst für ein Jahr, soll aus 13 Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 27 Jahren bestehen. Bereits im Vorfeld hatten sich Alex Ruppel, Selina Frei, Kevin Kindop, Vivien Senif und Connar Müller gemeldet. Spontan gesellten sich noch einige Mädchen dazu, nun dürfte das Team voll sein. Dem Team stehen die erwachsenen Berater zur Seite seitens der Stadt mit Lea Oster, Jörg Ganter und Karlheinz Rontke sowie vom Gemeinderat mit Isabel Meßmer, Ralf Streit, Wolfram Wiggert und Marlene Hauser.