Der 17-jährige Schüler Laurin Wehrle aus Dittishausen hat für sich den Triathlon entdeckt. Eine nicht alltägliche Sportart, die vom Sportler und den Eltern einiges abverlangt.

  • Sportler aus Passion: "Sport war schon immer mein Ding", erklärt der 17-jährige Schüler und schaut dabei auf seine sportbegeisterte Mutter Petra. Mit elf Jahren hat Laurin Wehrle mit dem Schwimmen beim Schwimmverein der Baar (SVB) in Hüfingen begonnen. Das regelmäßige Training im Hallenbad oder Parkschwimmbad wird im Sommer schon mal im Waldbad in Löffingen ergänzt. "Hier kann ich mal schnell mit dem Rad runter", so Laurin Wehrle, außerdem seien die 33,3 Meter lange Bahnen ideal. Schwimmen war dem Zwölftklässler nicht genug und so entdeckte er auch das Laufen und das Fahrradfahren für sich. Beim SVB war er gerade richtig, denn hier werden neben dem Schwimmen auch Lauf-, Rennrad-, Mountainbike- und im Winter sogar Skilanglauf-Training angeboten. Vor vier Jahren habe er das Laufen und Radfahren intensiviert und ausgebaut.
  • Triathlon: Im Juni 2016 wagte der Dittishauser Jugendliche den Sprung in die Triathlon-Disziplin am Kirnbergsee beim 15. Laien Man. Schon beim ersten Mal stieg er als Jugendlicher aufs Siegertreppchen. Nun hatte Laurin Wehrle das "Triathlon-Fieber" gefangen. Sein größter Erfolg war der Triathlon Tri-Freiburg, mit den olympischen Disziplinen 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen. Die ganze Familie feuerte das Sporttalent an, die beiden Omas hatten sogar ein Banner mit dabei mit der Aufschrift "Auf geht`s Laurin" und auch viele Dittishauser fieberten mit. Am Ziel blieb die Uhr bei 2:11 Stunden stehen. Dies bedeutete Platz zwei in der Altersklasse und 32. in der Gesamtwertung und dies bei einem Teilnehmerfeld mit vielen Profis.
  • Intensives Training: Triathlon ist sicherlich nicht mit anderen Sportarten zu vergleichen. Hier werden gleich drei Sportarten intensiv trainiert und dieses Training ist für den Jugendlichen täglich zwischen ein bis zwei Stunden angesetzt. In den Vorbereitungen wird das Training intensiviert. "Man benötigt aber auch Ruhephasen", sagt der Laurin Wehrle.
  • Betreuer: "Ohne Betreuer läuft nichts", da sind sich Laurin und Mutter Petra einig. Glücklicherweise fanden sie einen Experten, kompetent und mit Herz. Es ist Peter Schartel-Weber vom Gesundheitszentrum Feldberg. Der gelernte Maschinenbaumeister ist nicht nur ein begeisterter Biker, sondern ein Techniker und Tüftler. Seine Devise lautet: "Mensch und Maschine sollten immer miteinander im Einklang stehen". Dies setzt Schartel-Weber beim Sporttalent Laurin auch um.
  • Ausrüstung: Ein Triathlet benötigt nicht nur sportliches Talent und eine absolute Spitzenfitness, sondern auch eine gute Ausrüstung. Während die Ausstattung fürs Laufen und Schwimmen, sowie der spezielle Triathlon-Anzug noch einigermaßen kostengünstig sind, müssen die Eltern bei den Rädern schon tief in die Tasche greifen. Laurin benötigt nicht nur spezielle Triathlon-Fahrräder (diese haben unter anderem eine andere Übersetzung und einen Carbon Rahmen), sondern auch zusätzlich ein Trainingsrennrad und für den Winter ein Indoorrad.