Nach dem Rundgang stellte sich Innenminister Thomas Strobl den Fragen der Rettungskräfte. „Sie machen unser Land sicher und wir würdigen ihre Arbeit“, so hatte Strobl beim Empfang des Blaulichttags erklärt.

Feuerwehrsteuer bleibt den Kommunen

So versprach der Innenminister, auch in Zukunft die Feuerwehrschutzsteuer zu 100 Prozent den Kommunen für die Feuerwehrarbeit zu überlassen. Die Kommunen statteten ihre Feuerwehren sehr gut aus, hatte der stellvertretende Kreisbrandmeister Gotthard Benitz erklärt, doch ihm gehe es um die Menschen.

Appell von Benitz

Er forderte das Ehrenamt mehr zu würdigen und mehr wertzuschätzen. Daran arbeite man, so die Antwort des Ministers, etwa durch die neu eingeführte Auszeichnung bei der Feuerwehr, oder durch die gute Ausrüstung der Polizei. Georg Mayer vom DLRG könnte sich vorstellen, dass die Landesregierung die Kommunen beim Unterhalt von Hallen- und Freibädern unterstütze.

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Für viele Gemeinden sei dies nicht mehr finanzierbar und der notwendige Schwimmunterricht sei gefährdet. Doch diese Aufgabe möchte Innenminister Strobl den Kommunen oder Bürgerinitiativen überlassen. Außerdem sollten hier die Eltern in die Pflicht genommen werden.

Arbeitgeber ins Boot holen

Gotthard Benitz sprach Arbeitgeber an, die „sich nicht freuen“ wenn ihre Arbeitnehmer im Notfall von der Arbeit weg müssten. „So manch einer stellt dann einen Nicht-Feuerwehrmann ein“. Benitz könnte sich deshalb eine Steuererleichterung für die Arbeitgeber vorstellen. Dem wollte Innenminister Strobl nicht folgen.

Ausbildung angesprochen

Wichtiger sei, vorbildliche Arbeitgeber auszuzeichnen und die Menschen von der Wichtigkeit dieser Rettungskräftearbeit zu überzeugen. Manfred Lauble vom DRK Löffingen hätte gerne in Sachen Ausbildung eine Gleichstellung wie die Feuerwehr, denn beim DRK oder anderen Hilfsorganisationen müsse ein Arbeitgeber die Arbeitnehmer bei Ausbildungen nicht freistellen. „Diese Gleichstellung wollen viele Hilfsorganisationen nicht“, so Strobl.

Koordination bei Katastrophen gefordert

Der Vertreter des THW forderte eine länderübergreifende Koordination in Katastrophenfällen. Daran werde man arbeiten, versprach Minister Strobl. Bei Großschadensfällen sollte man auch die Bundeswehr mit einbeziehen, die entsprechendes Gerät und Expertise hätten. Nicht folgen wollte Strobl der Idee, Nachwuchswerbung für die Rettungskräfte in den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zu machen. Das seien staatsferne Medien, dies solle auch so bleiben“.