Volle Parkplätze an der Bundesstraße 31, verwüstet Areale im interkommunalen Gewerbegebiet, Missmut der Lastwagenfahrer und Anwohner – all diese Fakten zeigen, wie dringend die Tank- und Rastanlage bei Rötenbach benötigt wird. Die Gemeinde Friedenweiler hat mittlerweile die Planung über die äußere kommunale Erschließung abgeschlossen und ist auch finanziell für dieses Projekt ausgestattet. Im Frühjahr 2018 soll Baubeginn für das ambitionierte Projekt sein,

„Der Gemeinderat hat seine Hausaufgaben erledigt“, erklärt Bürgermeister Josef Matt, der das Projekt zur Chefsache erklärte hatte. Zusammen mit dem Gemeinderat hat die Gemeinde Friedenweiler mit der Bundesrepublik und der privaten Investorin in Form von Grundstückskaufverträgen und in einem städtebaulichen Vertrag vereinbart, dass die Gemeinde für die äußere Erschließung zuständig ist. Auch sei die Gemeinde entsprechend finanziell ausgestattet, so der Bürgermeister. „Die Gelder liegen derzeit auf dem Konto der Gemeinde.“ Die Gesamtkosten für die äußre Erschließung liegen derzeit bei 419 000 Euro. Kalkuliert waren 354 000 Euro. Das Planungsbüro Manzke + Müller hatte nun die Kostenschätzung auf 356 000 Euro erhöht und zusätzlich Kosten für die Verlegung von Leerrohren zur Breitbandversorgung in Höhe von 61 000 Euro kamen dazu. Diese Mehrkosten sorgten für reichlich Diskussionsstoff. Vor allem Bürgermeisterstellvertreter Armin Hasenfratz sah die Kosten für die Rohrverlegung als zu hoch. Doch am Ende entschied der Gemeinderat mit einer Gegenstimme für den Beschlussvorschlag.

Diese Mehrkosten der Leerrohre für das zukunftsfähige schnelle Internet kamen durch den Zweckverband zustande. „Diese hätten wir vernachlässigen können, wenn die Telekom die Deckungslücke umgesetzt hätte“, so Josef Matt. Ob dieses Zusatzkosten der Gemeinde erstattet werden, muss der Bürgermeister noch klären. Dies kann allerdings erst geschehen, wenn der Zweckverband gegründet ist. Bis die Sache geklärt ist, muss die Gemeinde in Vorleistung treten. „Ich gehe aber davon aus, dass der Betrag später auf dem zinsgünstigen Konto, das im Zweckverband für die Gemeinde Friedenweiler geführt wird, abgelegt werden kann“.

Planer Lothar Müller hatte allerdings noch eine weitere negative Nachricht: So könnte sich der Aushub für das Regenrückhaltebecken ebenfalls erhöhen, da die Bodenproben auf Schwarzdeckenreste und Teer hinwiesen.

Bereits im Oktober vergangenen Jahres hatte man vier Hektar Waldfläche für die Tank- und Rastanlage gerodet.

Nun wartet man auf die Genehmigung, um die Arbeiten ausschreiben zu können. Im Frühjahr 2018 soll mit dem Bau der Tankstelle an der B 31 und dem Bau der Rastplätze begonnen werden. Obwohl der Schwerlastverkehr auf der B 31 zunimmt, fehlen auf der gesamten Strecke sanitäre Anlage und es gibt zu wenige Möglichkeiten für die Lastwagenfahrer, um die Ruhepausen einzuhalten.

Dank der Investorin Karin Vollmer können auf dieser Sondergebietsfläche neben den Rastplätzen und Tankstelle auch ergänzende Nutzungsangebote erstellt werden.

Das Projekt

Investorin Karin Vollmer aus Titisee-Neustadt plant den Baustart der Tank- und Rastanlage für das Frühjahr 2018. Zuerst sollen die Erschließungsstraße und die Tankanlage realisiert werden. Dies wird die erste Rastanalge an der B 31 zwischen Donaueschingen und Freiburg sein. Sie soll noch vor dem dreispurigen Ausbau der B 31 entstehen, um die derzeitige Parkplatznotsituation zu entschärfen. Die Anbindung der Anlage an die B 31 soll zunächst aus Richtung Neustadt kommend entstehen. Die Anbindung in die Gegenrichtung soll dann zu einem späteren Zeitpunkt im Zuge des dreispurigen Ausbaus erfolgen. Geplant sind derzeit 40 Parkplätze für Lastwagen. Auf der Sondergebietsfläche soll ein Beherbergungs-, Gastronomie- und Einzelhandelsbetriebe für Reisebedarf erstellt werden. (pb)