„Drei Kapellen ein Konzert“, so könnte man den musikalischen Samstagabend des Handharmonikaspielrings (HHS) in der sehr gut besuchten Löffinger Festhalle bezeichnen. Es war eine Hommage an die Akkordeonmusik mit einer großen Bandbreite, kurzweilig und informativ angesagt von Tanja Stockburger und Norbert Brugger.

Orchester ein Aushängeschild im Hochschwarzwald

„Das Konzertorchester ist eines der besten Harmonikaorchester des Hochschwarzwalds„, so Norbert Brugger. Dirigent Waldemar Lang setzte diesen hohen Anspruch mit seinen Musikern stilistisch mit großer Vielfalt um. Lang, der seit über zehn Jahren das Konzertorchester leitet, ist als begnadeter Musiker und Dirigent bekannt, „der die Jugend ebenso für die Akkordeonmusik begeistert wie die Erwachsenen“, so der Vorsitzende Jörg Wider, und er ist ein genialer Arrangeur, der auch den Filmtitel „Caribbean Fantasy“ arrangierte. Dieses temporeiche Arrangement durften auch die Löffinger Besucher genießen.

Das Konzertorchester des Handharmonikaspielrings Löffignen und Umgebung unter Leitung von Waldemar Lang wurde seinem Ruf als „eines der besten Akkordeonorchesters des Hochschwarzwalds“ mehr als gerecht.
Das Konzertorchester des Handharmonikaspielrings Löffignen und Umgebung unter Leitung von Waldemar Lang wurde seinem Ruf als „eines der besten Akkordeonorchesters des Hochschwarzwalds“ mehr als gerecht. | Bild: Silvia Bächle

Eingebettet war dieser in den gefühlvollen Soundtrack des Films „Robin Hood„ und in den rockigen Song von Freddie Mercurys „Don`t stop me now“. Harmonische Proportionen sind in der Arbeit des Architekten Palladio zu finden, diese spiegelten sich auch in der Musik wieder, die zu Beginn intoniert wurde. „Mit Best of Herbert Grönemeyer“ setzte das Konzertorchester einen weiteren Akzent, denn in diesem neunminütigen Medley gab es Titel wie „Männer“, „Mensch“ oder „Mambo“ zu hören, und dabei präsentierte sich auch erstmals ein Perkussion-Trio: Tim Wider, Nico Wider und Benedikt Lauble begeisterten wie das Gesamtorchester. Um auch den Damen gerecht zu werden, so Vorsitzender Jörg Wider, gab es die Zugabe „Girls, Girls, Girls“ von den Sailers.

Das könnte Sie auch interessieren

Gespannt wartete das Publikum auf den Auftritt der Ösch-Fuzzys mit dem Seniorenorchester. Hier hatte Dirigent Egon Oschwald ein echtes „Schmankerl“ im Angebot. „Akkordeon trifft Bläser“ eine wunderbare Komposition des Göschweiler Musik-Allrounders Gottfried Hummel. Das Musical „Ösch-Concerto“ verband die Bläser Franz Hofmeier und Conny Schwörer und Georg Dieterle mit dem Seniorenorchester, in dem auch die beiden Ösch-Fuzzys Dieter Vierlinger und Achim Schropp sitzen. Mit dem Walzer „Wiener Miniaturen“ und dem Foxtrott „Melodien und Rhythmus“ setze Egon Oschwald auf die traditionelle Musik. Mit dem Medley „American Folks“ ließ er den amerikanischen Geist durch die Festhalle fliegen, es folgte die musikalische Herausforderung „Blue Bayou“.