Das Altenpflegeheim St. Martin strebt auch für das laufende Jahr ein ausgeglichenes Ergebnis an, wird aber aller Voraussicht nach nicht um die Aufnahme eines Darlehens in Höhe von 79 000 Euro zur Finanzierung von Investitionen herumkommen. Das geht aus dem Wirtschaftsplan 2019 hervor, den der Gemeinderat jetzt behandelt und gebilligt hat. Stadtkämmerer Artur Klausmann erläuterte dem Gremium die Eckpunkte des Zahlenwerks.

  • Erfolgsplan: Was die laufenden Einnahmen und Ausgaben anbelangt, rechnet der Wirtschaftsplan mit Erträgen und Aufwendungen von jeweils rund 2,47 Millionen Euro. Der größte Ausgabenposten sind mit rund 1,85 Millionen Euro die Personalkosten. Wesentlicher Einnahmeposten sind mit rund 1,49 Millionen Euro die Pflegesatzgebühren. Ob die Einnahmen tatsächlich diese Plangröße erreichen, hängt wesentlich von zwei Faktoren ab. Zum einen sollten die 50 Pflegeplätze möglichst komplett und dauerhaft belegt sein. Zum anderen sollten sich die Pflegegrade der Heimbewohner bevorzugt in den Kategorien drei, vier und fünf bewegen, deren Monatssätze zwischen rund 3 500 und 4 250 Euro liegen.
  • Vermögensplan: Neben Tilgungszahlungen von 56 000 Euro sieht der Vermögensplan ausgabenseitig Investitionen in Höhe von 79000 Euro vor, die über eine Darlehensaufnahme finanziert werden sollen.
  • Erweiterungspläne: Um das Altenpflegeheim zukunftssicher aufzustellen, richtete Heimleiter Martin Satler einen dringenden Appell an den Gemeinderat, baldmöglichst eine Erweiterung des Pflegeheims um 25 auf dann 75 Plätze in Erwägung zu ziehen. Die Nachfrage sei bereits jetzt gegeben, der Bedarf werde mit der zunehmenden Alterung der Bevölkerung noch weiter zunehmen. Stadtkämmerer Artur Klausmann lieferte eine Kostenschätzung für die Erweiterung des Pflegeheims um 25 vollstationäre Plätze sowie Tagespflege dienen. Dafür sei, listete er auf, mit Investitionen von 3,8 Millionen Euro zu rechnen, die ohne Eigenmittel oder Zuschüsse mit Darlehen fremdfinanziert werden müssten. Den dafür fälligen jährlichen Zinsaufwand bezifferte der Stadtkämmerer auf 76 000 Euro.
  • Gemeinderat: Das Stadtparlament segnete nicht nur den Wirtschaftsplan 2019 ab, sondern befürwortete grundsätzlich auch eine Erweiterung des Altenpflegeheims. Detailliert und unter Einbindung externer Spezialisten sowie Heimleiter Martin Satler und seinem Team werde sich der neu konstituierte Gemeinderat nach den Kommunalwahlen mit dem Thema befassen, kündigte Bürgermeister Tobias Link an.
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