Schon vor der Eröffnung warteten die Schäppchenjäger vor der Tür, um als erste den Büchereiflohmarkt zu stürmen. Zwischen 3500 und 4000 Bücher standen beim Büchereiflohmarkt bereit, vom Tachenbuch bis Bildband, vom Ratgeber bis zu den Kinderbüchern. Gefragt, so Stadtbüchereileiterin Birgit Kuttruf, waren Kinder- und Jugendbücher, Ratgeber, Romane, aber auch Hörspiele, Musik CDs und DVDs. Unter den zahlreichen Büchern gab es auch so manche Kostbarkeit und literarische Schätze, wie ein über 80 Jahre altes Liederbuch. Nicht nur Erwachsene, sie kamen vom Hochschwarzwald bis zur Baar, stöberten auf dem Büchereiflohmarkt, sondern auch Kinder kauften Bücher und Kindermusik mit ihrem Taschengeld. Von 50 Cent bis maximal fünf Euro kosteten die Bücher. Lesen ist wieder in, bilanziert das Team der Stadtbücherei, was sich am Büchereisonntag auch zeigte. Auch in die geöffnete Stadtbücherei kamen viel Besucher, um zu Schmökern oder Bücher auszuleihen. So mancher neue Besucher hat sich mit einem Leseausweis gleich bei der Löffinger Stadtbücherei angemeldet.

Im Vorfeld hatte Birgit Kuttruff mit Ursel Liphardt, Birgit Worgull, Alise und Corinna Esser und Viola Kieffer rund 25 Stunden investiert, um die Bücher nach den Genres aufzubauen. „Es hat sich gelohnt“, so Birgit Kuttruff, „der Verkauf war hier sehr gut und die Rückmeldungen der zahlreichen Käufer über das große Angebot, die günstigen Preise und die vielfältige Auswahl, nur positiv“.

Alle Tische besetzt waren auch im Bücherei-Café. Vor Jahren hatte Birgit Kuttruff die Idee dem Büchereiflohmarkt diesen Begegnungsbereich anzuschließen. Auch hier gab es nur fairgehandelten Kaffee und Tee und dazu eine große Auswahl von Kuchen und Torten. Patrizia Gauger, die Kooperationslehrerin Schule/Bücherei und die langjährige Lesepatin Viola Kieffer hatte alle Hände voll zu tun. Am Abend waren alle von Büchereibesuchern und den Vorlesepatinnen gespendeten Leckereien weg. Zumal man den Kuchen auch mit nach Hause nehmen konnte, da der Platz im Bürcherei-Cafe beschränkt war.

Der Erlös für den Verkauf der Bücherei und aus dem Bücherei-Café wird für neue Literatur verwendet. „Außerdem werden wir damit wieder Kinderveranstaltungen finanzieren“, so Birgit Kuttruff. Die nicht verkaufte Literatur wurde wieder in Kisten verpackt, um sie dann nächstes Jahr zusammen mit den neuen Bücherspenden wieder an die Leser zu bringen.