Ab der Eröffnung an Pfingsten bis zur Schließung im September treffen sich durchschnittlich zehn Löffinger Schwimmerinnen täglich, um gemeinsam ihre Bahnen durch das gut temperierte Nass des Löffinger Waldbades zu ziehen. "Für mich ist der Termin täglich um neun Uhr fest eingeplant", erklärt Waltraud Knöpfle. "Lediglich wenn es kalt ist oder regnet, legen wir ausnahmsweise mal eine Pause ein", lacht ihre Nachbarin Elfriede Schmid. Nur gelegentlich "verirrt" sich ein Mann, wie jüngst Karl Willmann aus Eisenbach. Er war von den Frühschwimmern so begeistert, dass auch er das Frühschwimmen in seinen Tagesablauf aufnehmen möchte.

Dabei steht der Gesundheitsaspekt für alle Damen im Vordergrund. "Man muss gerade im Alter auf die Gesundheit und Fitness achten", betont Rita Schönau. Dass deshalb schwimmen genau das Richtige ist, davon ist auch Lydia Kaiser überzeugt. Schwimmen und hinterher noch bei einer Tasse Kaffee den Tag beginnen, dies genießen auch Erika Fehrenbach und Elvira Laufer. Das gemeinsame Kaffeetrinken gehört obligatorisch dazu. Bei den Neuen in der Waldbadgaststätte, Raxi und Georg Boanca, fühlen sich die Frühschwimmer richtig wohl. Das rumänische Ehepaar wartet jeden Morgen schon mit dem heißen Kaffee und einer frischen Brezel auf die Löffingerinnen.

"Die Geselligkeit ist ein ganz wichtiger Aspekt", so Inge Mayer. Sie geht bei jedem Wetter schwimmen. "Von der Ziegelhütte zum Bad ist es ja nur ein Katzensprung". Das Frühschwimmen ist wie Urlaub, da sind sich die Senioren einig. Allerdings bekomme man im Urlaub nicht immer diesen Komfort, wie im beheizten Waldbad. Die Damen stellen dabei auch die Wasserqualität ganz oben an. "So früh morgens haben wir das Waldbad fast für uns alleine", erklären die Damen. Das Waldbad mit seinem 33 Meter langen Edelstahl-Schwimmerbecken können sie dann für den Frühsport optimal nutzen.

Die Berufstätigen sehen vor allem die verlängerte Öffnungszeit als großen Vorteil. Bei tollem Sommerwetter ist das Bad, auch dank dem Wachdienst der DLRG, bis 21 Uhr geöffnet.