Lachen pur, Amüsieren bis zum Abwinken, und einen fröhlichen Kabarett-Comedy-Musik-Mix vom Feinsten bot die zweite Löffinger Lachnacht, die eigentlich mehr Besucher verdient hätte. Die rund 160 Gäste erlebten dafür einen unvergesslichen Abend mit gleich fünf Comedians, die auf ihre ganz besondere Art und Weise das Publikum zu Lachsalven hinrissen. Die Attacken aufs Zwerchfell gab es Schlag auf Schlag.

Ole Lehmann präsentierte sich als charmanter Moderator, der allerdings selbst zum hochkarätigen Mix aus Comedians und Kabarettisten beitrug. So testete er zunächst das Löffinger Publikum in der Festhalle, ob es mit dem Klatschen auch richtig funktioniert.

Frederic Hornmuth setzte sich gleich einmal an den Flügel um zu trällern "Unsere Oma kommt ins Pflegeheim nach Thailand". Anschließend stellte er die Behauptung auf, dass Horst Seehofer der Ronaldo der CSU sei, lediglich mit dem twittern klappe es nicht so gut.

Das Publikum kommt bei der Löffinger Lachtnacht voll auf seine Kosten.
Das Publikum kommt bei der Löffinger Lachtnacht voll auf seine Kosten. | Bild: Gerold Bächle

Boris Stijelja, der 27-jährige Newcomer in der Comedy-Szene, begeisterte mit seinem "Mannerischem Slang" über das Leben in Ludwigshafen als Halbkroate und Halbserbe. In diesem Mix der gegensätzlichen Kulturen pendelt er zwischen Leberknödel und Sliwowitz.

Matthias Brodowy ist als Vertreter des gehobenen Unsinns zu bezeichnen. Sein musikalischer Blick auf die Politik ist klar: "Das Altersproblem wird mit der Tastatur Alt- und Entfernen gelöst, das Schulproblem mit Günter Oettinger als Englisch-Lehrer."

Ingmar Stadelmann – der Stand-up-Comedian – nimmt sich sogleich das Publikum vor, revolutionär, charmant-provokant und etwas irre ist sein scharfsinniger Blick durch die Comedian-Brille. Bissig kämpft er gegen die Humorlosigkeit in der Politik mit erfrischenden Pointen.