Ein Großprojekt steht beim FC Reiselfingen an, wie der Vorsitzende Stefan Kringe jüngst erklärte. Nach 19 Jahren ist der Kunstrasenplatz sanierungsbedürftig, so lösen sich die Linien, und im Bereich der Tore zeigten sich die ersten Kahlstellen. Außerdem enthalte der Rasen Gummi-Granulat, das meist aus Altreifen mit großen Mengen schädlichem Mikroplastik stamme.

Gummi-Granulat enthält Mikroplastik

„So könnten wir gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“ informiert Stefan Kringe, der gerade in der Findungsphase ist, was überhaupt nicht einfach sei. In Brüssel geht man davon aus, dass diese Art Kunststoffrasen wie auch beim FC Reiselfingen 2021/22 verboten wird.

Das könnte Sie auch interessieren

Würde man auf ein modernes Hybridgranulat mit Biokunststofffasern setzten, gäbe es dafür keine Zuschüsse und die Kosten seien hoch. „Wir rechnen mit Kosten zwischen 200 000 Euro und 300 000 Euro, ohne Zuschüsse wäre das Vorhaben nicht zu realisieren“, so der FC Vorsitzende. Eine weitere Möglichkeit wäre Sand, doch dort bestände die Gefahr von schmerzhaften Verletzungen. Eine ökologische Alternative wäre Kork. Allerdings sei Kork nicht so elastisch und außerdem ein begrenztes Naturprodukt. Zudem müsste man dann die Dämmung erweitern.

Kork nur ein begrenztes Naturprodukt

„Dieses ehrgeizige Projekt können wir nur in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde und dem Zuschuss des Landessportbunds stemmen“, so Kringe. Gefragt seien die Eigenleistungen: „Wir müssen Hand in Hand gehen, um den jungen Spielern die Möglichkeit zu bieten langfristig auf einer tollen Anlage Fußball zu spielen“. Ziel sei, das Ganze in der Sommerpause 2020 zu stemmen, um möglichst nicht auf andere Plätze ausweichen zu müssen. Als nächstes wird man beim FC Reiselfingen ein fünfköpfiges Projektteam bilden, neben dem Vorsitzenden hat sich auch Christian Lumpe schon bereit erklärt, sich hier einzubringen.

Das könnte Sie auch interessieren

Eine Unterstützung von der Gemeinde sagte Ortsvorsteher Martin Lauble zu. „Wir werden diese zukunftsorientierte Ausrichtung des Vereins unterstützen und einen Zuschussantrag befürwortend an die Stadt weiterleiten“, so Lauble, der selbst einige Jahre Vorsitzender des FC Reiselfingen war.