"Der Zug rollt bereits – Sänger sind zum Einsteigen aufgerufen", so der Appell von Wulf Schmidt, der Autor eines großartigen Musicals, welches zur 1200-Jahr Feier von Rötenbach uraufgeführt werden soll. "Der Zug der Zeit", ist ein Stück, welches in beeindruckenden Gesang-, Tanz- und Sprechrollen, die Zeit um 1900 darstellt. Thematisiert wird dabei der Eisenbahnbau von Neustadt nach Donaueschingen, insbesondere die Situation, die durch das Zusammentreffen von italienischen Gastarbeitern und Einheimischen in Rötenbach entstand.

Es wird gearbeitet, getrunken und gegessen, es wird gesungen und getanzt, es wird gestritten und es kommt zu Handgreiflichkeiten – eben genau so wie im richtigen Leben. Die Bühne wird bevölkert von italienischen Bauarbeitern sowie von Bürgerinnen und Bürgern aus Rötenbach. Die Rollen laden zum Mitmachen geradezu ein, betont Schmidt, der händeringend nach Mitwirkenden sucht. So wie der Bahnbau vor mehr als 100 Jahren, benötigt auch das aktuelle Musical Männer, die diesmal nicht nur ihre Stimme und ihr Bühnentalent für ein großes Schauspiel einbringen müssen.

Während die Damen der Region sich für das großartige Projekt schnell begeistern konnten und bei den ersten Proben schon fleißig dabei waren, sieht es bei Tenor und Bass noch recht mau aus. Wer die ersten Proben verfolgt, wird begeistert sein. Nicht nur die Musik von Tobias Schwab ist mehr als ansprechend und geht ins Ohr, auch der Text und das Geschehen selbst sind einfach mitreißend. Natürlich darf auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen. Vor allem besticht das Musical auch durch die vielen örtlichen Verbindungen, wie etwa die "Hörnle", die an der Rötenbacher Fastnacht zu finden sind.

Die musikalische Gesamtleitung liegt in den Händen von Fabian Müller. Für die Chöre sind Anne Rütten, Helmut Büchele und Martin Fies verantwortlich. Nun hoffen die Verantwortlichen auf eine entsprechende Resonanz, wenn am 10. September um 19 Uhr die Probenarbeiten im Musiksaal des Kreisgymnasiums Hochschwarzwald weitergehen.