Bachheim – Als Christoph Vögelin vom Dorfkiosk in Bachheim im vergangenen Jahr die Idee hatte, ein Einachsertreffen zu veranstalten, traf er gleich ins Schwarze. Auch heuer bei nicht gerade idealem Wetter – Starkregen am Samstag, Nieselregen am Sonntag – ließen sich die Besitzer der historischen Kleintraktoren nicht von ihrer Fahrt nach Bachheim abhalten.

Auf diesem Einachser kam Stephan Moser aus Ewattingen angetuckert. Darüber freute sich Christoph Vögelin besonders.
Auf diesem Einachser kam Stephan Moser aus Ewattingen angetuckert. Darüber freute sich Christoph Vögelin besonders. | Bild: Gerold Bächle

Nun ist es beschlossene Sache: Auch in Zukunft wird das Einachsertreffen in Bachheim stattfinden. Der Termin wurde vom Initiator, dem Wahl-Bachheimer Christoph Vögelin, auf den ersten Sonntag im Oktober festgelegt. Die Einachserfreunde nahmen diese Ankündigung freudig an, ist es doch das einzige Einachsertreffen in Süddeutschland. Ansonsten müssen sich die Besitzer der historischen Kleintraktoren mit den Schleppertreffen begnügen.

Viele Maschinen noch im Einsatz

Kurz nach 12 Uhr tuckerten sie in Bachheim ein, die Einachser, viele auch auf dem Anhänger. Wahre Schätze gab es zu bewundern. Maschinen, die noch im Einsatz sind, oder Kleinsttraktoren, die vom Besitzer als Hobby gehegt und gepflegt werden. Dass ein solches Treffen auch zahlreiche Besucher anzog, versteht sich von selbst und sicherlich keimte beim einen oder anderen Besucher der Wunsch nach einem solchen Gefährt auf.

Die längste Anfahrt hatte Jürgen Haupt aus Vaihingen-Enz, der seinen Mullikas aus dem Jahr 1955 vorstellte.
Die längste Anfahrt hatte Jürgen Haupt aus Vaihingen-Enz, der seinen Mullikas aus dem Jahr 1955 vorstellte. | Bild: Gerold Bächle

Sie haben dasselbe Hobby und die gleichen Sorgen: Wo bekommt man die Ersatzteile her? Bei einem solchen Treffen, so Jürgen Haupt aus Vaihingen-Enz, könne man sich sehr gut austauschen und erfahren, wo es das eine oder andere Ersatzteil gibt. Dafür nahm er gerne die 165 Kilometer Anfahrtsweg in Kauf.

Seinen Einachser hat der Hobby Winzer Ottmar Schmidt aus Kenzingen immer im Einsatz.
Seinen Einachser hat der Hobby Winzer Ottmar Schmidt aus Kenzingen immer im Einsatz. | Bild: Gerold Bächle

Der 53-jährige Jürgen Haupt ist ein echter Sammler, der 40 solcher Einachser sein Eigen nennt. Auf seinem Anhänger hatte er die Mullikas Pionier Forstsäge, Baujahr 1955. Der Kleintraktor mit einem 12-PS-Diesel-Motor hatte er in der Lüneburger Heide vor drei Jahren gekauft. Das Gerät wird im Forst eingesetzt, bei Baumfällarbeiten wie auch bei Brandrodungen. Zahlreiche Anbaugeräte gehören zu seinen Einachsern, vom Wendepflug bis zum Nachläufer. Jürgen Haupt ist fast an allein Einachsertreffen zu finden, vom hohen Norden bis in die Schweiz, zum ersten Mal auch in Bachheim. Ebenfalls in seinem Besitz ist der Irus 1200 mit Anhänger aus dem Jahr 1962.

Ein Hänger voller Einachser

Nicht so weit hatten es Oliver Wider aus Unterbränd und Wilfried Bürer aus Dittishausen, die mit dem roten Fahr Baujahr 1955 von Vater Albert Wider zum Einachsertreffen kamen. Einen ganzen Anhänger voller Einachser (fünf Maschinen mit Anbaugeräten) hatte der 47-jährige Ottmar Schmidt aus Kenzingen mit dabei. Der Hobbywinzer hat seine Geräte im Einsatz. Die Holder der E-Serie werden im Wein-, Obst und Gemüseanbau eingesetzt, erklärte der Kenner. Seine Einachser stammen von 1957 bis 1995. Auch die Sondermaschine Holder EP 1 mit Pflanzenschutz-Pumpe, der Kultivierer, durfte nicht fehlen. Gleich nebenan gab es den historischen Kleintraktor mit Balkenmäher Agria 1300 zu bewundern. Von Ewattingen angetuckert kam Stephan Moser mit seinem Irus, dem Motor-Mäher. Der robuste Ius mit Fingermähbalken und Doppelmessermähbalken sei eine Alternative zum Mulchen, informiert der Kenner.

Oliver Wider aus Unterbränd und Wilfried Bürer aus Dittishausen hatten den Fahr der Cegofreunde mit dabei.
Oliver Wider aus Unterbränd und Wilfried Bürer aus Dittishausen hatten den Fahr der Cegofreunde mit dabei. | Bild: Gerold Bächle