Feierlich, spannend, informativ und kommunikativ – so kann man den Neujahrsempfang der Stadt Löffingen in der Festhalle bezeichnen. Ein Abend, der das Ehrenamt würdigte, welches im Baarstädtchen eine besondere Bedeutung hat. "Über 100 Vereine und Gruppierungen unterstreichen dies und machen Löffingen und die Ortsteile zu der bunten, vielfältigen, lebens- und liebenswerten Stadt, die sie heute ist“, unterstrich Bürgermeister Tobias Link.

„Ich bin überrascht über so viel Ehrenamt, wie hier in Löffingen geleistet wird“, erklärte Landtagsabgeordneter Felix Schreiner (CDU) beim Eintrag ins goldene Buch. Diese Besonderheit zeichne Löffingen aus, betonten Ehrenbürger Norbert Brugger und Bürgermeisterstellvertreter Micha Bächle nicht ohne Stolz, während die Stadtmusik für den musikalischen Genuss sorgte und die Verwaltung mit Sekt und Brezeln zum Gespräch einlud.

Stellvertretend für das Ehrenamt hatte Bürgermeister Tobias Link den Flüchtlingshelferkreis ausgesucht, der im vergangenen Jahr viel geleistet hatte. Der Helferkreis, den Maria und Werner Wassmer vor knapp drei Jahren unter dem Dach des DRK-Ortsvereins ins Leben riefen, engagiere sich nicht nur für Flüchtlinge auf vielfältige Weise, sondern für eine gelungene Integration, so Link in seiner Laudatio. Der Helferkreis arbeite auch daran die Gräben, die durch den Bau der Gemeinschaftsunterkunft des Landkreises in Löffingen aufgetan wurden, zu überwinden.

Landtagsabgeordneter Felix Schreiner (Zweiter von rechts neben Bürgermeistervize Micha Bächle) trägt sich ins goldene Buch Löffingens ein, links der Vorsitzende der Stadtmusik, Paul Wolber, Sabina Link und Bürgermeister Tobias Link.
Landtagsabgeordneter Felix Schreiner (Zweiter von rechts neben Bürgermeistervize Micha Bächle) trägt sich ins goldene Buch Löffingens ein, links der Vorsitzende der Stadtmusik, Paul Wolber, Sabina Link und Bürgermeister Tobias Link.

Dies unterstrich Maria Wassmer: „Von Anfang an war unser Ziel für die Geflüchteten Brücken zu bauen, damit sie bei uns in Löffingen ankommen, in einer kleinen Stadt in Europa mit fremder Kultur, fremder Sprache, fremden Regeln und Gewohnheiten. Diese Brücke sollte nicht nur Geflüchtete in unser gewohntes Lebensumfeld eingliedern, sondern auch den Löffingern helfen, auf fremde Menschen zuzugehen.“ Maria Wassmer machte auch deutlich, dass der Helferkreis nicht zwischen der Bedürftigkeit von Geflüchteten und hilfsbedürftigen Einheimischen unterscheide, sondern einfach nur helfe. Sie appellierte an die Löffinger, keine Angst vor den Fremden zu haben, sondern mit Empathie auf sie zuzugehen. Allerdings könnte Integration nur gelingen, wenn die Regeln, die bei uns gelten auch deutlich angesprochen und eingefordert werden. Unterstützung bekommt der Flüchtlingshelferkreis durch die Flüchtlingsbeauftragte Claudia Beha. Auch mit der Einstellung von Claudia Beha ging Löffingen einen beispielhaften Weg, der vorbildhaft sei, so Wassmer.

Die Geehrten

Geehrt wurde der Flüchtlingshelferkreis, der sich regelmäßig jeden zweiten Freitag im Monat um 19 Uhr im DRK-Haus trifft. Geehrt wurden Lioba Allinger, Silvia Bächle, Maria Burger, Gerhard und Magda Ebi, Edith Flammang, Regina Hasenfratz, Uli Heiler, Claudia Ketterer, Ute Kienzler, Jennifer Knöpfle, Anna Lange, Susann Marder, Monika Marx, Gisela Obert, Anja Pfeifer, Emmy Scherzinger, Ursula Schmidt, Judith Scholz, Heinrich Schwörer, Joachim und Laura Streit, Maria und Werner Waßmer, Agnes Willmann und Heid Maichle-Duttlinger.