Nicht ganz so groß wie sonst, aber nicht weniger interessant wird der Fuhrmannstag mit anschließendem erstmaligen Gaudiklöpfen: Am Sonntag, 19. Februar, findet das Spektakel in Dittishausen statt. Zeitgleich wird ganz in der Nähe das 50-jährige Bestehen der Narren in Friedenweiler gefeiert.

  • Maskenumzug: Erstmals steht der große Maskenumzug beim Fuhrmannstag im Mittelpunkt, das traditionelle Wettklöpfen wird einem Gaudiklöpfen weichen. Damit trage man dem allgemeinen Zeitgeist Rechnung, denn immer weniger Teilnehmer stellten sich dieser sportlichen Veranstaltung, die in der Vergangenheit mit zahlreichen Preisen, auch des Ministerpräsidenten Baden-Württembergs, belohnt wurde.

  • Umzugsteilnehmer: Gleich 35 Narren- und Musikvereine haben sich zum großen Umzug angesagt, der um 14 Uhr beginnt. Zunftmeister Ludwig Speth und seine Stellvertreterin Bettina Herberger-Doll werden die einzelnen Gruppen an der Ehrentribüne vorstellen. Angeführt wird der närrische Lindwurm vom Musikverein, den Fuhrmännern, Geißen und den Taborhexen aus Dittishausen. Erstmals wird auch die neue Figur des Pelznikel mit dabei sein. Aus Löffingen und dem Ösch kommen die Löffel-Guggis, Löffinger Fanfarenzug, die Löffinger 20er, die Burgkeiler und die Münzlochgeister aus Reiselfingen.

    Aus Hüfingen kommen die Siireschalm, D`Schächerkatz und die Altstadthexen, aus Almendshofen die Riedböck und Wuhrhexen, aus Donaueschingen die Stadthexen, Schellenberghexen und Donau-Kobolde, aus Hondingen die Narrenzunft Bäschili-Göckli, aus Wolterdingen der Narrenverein Immerfroh, aus Titisee-Neustadt die Felsenteufel und Dennenberghexen, aus Sunthausen die Stierberghexen aus Weilheim die Narrenkameradschaft und Guggenmusik, aus Eisenbach die Bachmärtle Hexen, aus Oberbränd die Brändbach-Hexen, die Räuberzunft Gündelwangen, die Strohberghexen aus Lenzkirch, die Schneeschuh Striezi aus Schollach, die Urhexen Riedöschingen, die Hohdäler Weihermale, die Sonnen-Hänsle-Zunft aus Trossingen, die jungen Wagenbauer aus Feldberg und aus Villingen-Schwenningen die Guggenmusik Fätze-Bätscher und die Schindelhansel-Zunft.

  • Gaudiklöpfen: Seit 1968 erinnern die Fuhrmänner mit ihrem Wettklöpfen an die uralte Tradition des Schwarzwalds und der Baar. Bisher stand beim Fuhrmannstag das Wettklöpfen um verschiedene Pokale, auch um den des Ministerpräsidenten des Landes, im Mittelpunkt. Dabei wurden die „Klöpfe“ gezählt, die in 30 Sekunden abgegeben wurden. Geklöpft werden konnte mit der Peitsche oder der Karbatsche im Freistiel oder dem Fuhrmannsstiel. Da die Teilnahme immer mehr zurückging, entschieden die Verantwortlichen, erstmals anstelle des Wettklöpfens das Gaudiklöpfen einzuführen. Auch dies findet nach dem Umzug statt. Die Teilnehmer erwarten schöne Sachpreise.

  • Zunftmeisterempfang: Eröffnet wird der Fuhrmannstag traditionell mit dem Zunftmeisterempfang im Haus des Gastes um 10.30 Uhr. Hier werden langjährige und verdiente Mitglieder ausgezeichnet.

Nudelgenuss

Für die meisten Gäste ist die bekannte Nudelsuppe der Grund ihres Besuchs des Zunftmeisterempfangs. Um die zahlreichen Gäste vor und nach dem Umzug – er beginnt um 14 Uhr – zu verköstigen, werden die Landfrauen ins Alte Schulhaus, die Feuerwehr ins Feuerwehrgerätehaus und an den Stand und die Geißenzunft ebenfalls an zwei Einkehrmöglichkeiten einladen. (pb)