Als lebendige Rasenmäher wurden sie vom Spotverein Unadingen einst angeschafft, die Ziegen im Dialekt "Goaßä". Um diese hilfreichen Vierbeiner zu ernähren, ihnen ein Winterquartier zu geben und eventuelle Tierarztkosten zu bezahlen, wurde einst das "Goaßä-Fescht" ins Leben gerufen. Seit 2012 gibt es zwar keine Geißen mehr, doch das Fest ist in der Zwischenzeit Kult und ist aus dem Unadinger Festkalender nicht mehr weg zu denken.

Und nach wie vor werden die berühmten Unadinger Goaßä beim Fest ihnen zu Ehren entsprechend gewürdigt. So spielt traditionell heute noch die Original-Goaßä-Musik zur Unterhaltung auf. Eine Formation, die sich extra für das Geißenfest gebildet hat. Auch bei den kulinarischen Genüssen dürfen Ziegenspezialitäten nicht fehlen. Gespannt sein dürfen die Besucher auf den Auftritt des ehemaligen Am-Vieh-Theater-Stars Kurt Kammerer. Mit seinem überaus trockenen Humor und viel Improvisationstalent begeistert er immer wieder sein Publikum.

Zugesagt haben auch die bekannten Scherenschleifer, die mit ihrer historischen Schleifmaschine die mitgebrachten Messer und Scheren der Besucher schleifen. Die Alten Herren als Organisatoren und Erfinder des Goaßä-Feschts haben außerdem die bekannte Band "Miss Müllers Mucke" engagiert, die ab 19.30 Uhr für Stimmung sorgen wird. Auch für den Nachwuchs gibt es verschiedene Aktionen, wie zum Beispiel das Ponyreiten.

  • Zur Geschichte: Um die Lärmbelastung beim damals neuen Rasenplatz gegenüber dem Wohngebiet einzudämmen, wurde dieser von aufgeschütteten Walldämmen begrenzt. Allerdings verursachte dies beim Mähen ordentliche Probleme. So kamen die Alten Herren des SV Unadingen auf die Idee, lebendige Rasenmäher anzuschaffen. Die kleine Ziegen-Herde mit einem stattlichen Ziegenbock voran, macht ihre Sache gut, doch sie mussten auch gepflegt werden. Mit Philipp Straub und Roland Marx fand man zwar gute Pfleger und im Winter auch eine Unterkunft, doch letztlich war die Arbeit sehr zeitintensiv und so wurden die Ziegen abgeschafft, keineswegs aber das Fest.