Mit Blick auf den Erweiterungsbau für das Tierheim Löffingen, den der Tierschutzverein plant und für den er Fördermittel beantragen möchte, erläuterte Bürgermeister Tobias Link jetzt einen Beschluss, den der Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung gefasst hat. Der Technische Ausschuss hatte nach einem Ortstermin, bei dem deutlich geworden war, dass seitens des Tierschutzvereins unterschiedliche Vorstellungen über die Nutzung des geplanten Erweiterungsbaus herrschen, das Thema an den Gemeinderat verwiesen. Link machte bei dieser Gelegenheit deutlich, dass keine Rede davon sein könne, dass Stadt und Gemeinderat dem Tierschutzverein beziehungsweise dem Tierheim ihre Unterstützung entziehen wollten. Das Gegenteil sei der Fall.

Der Bürgermeister ließ zunächst noch einmal den chronologischen Ablauf des Erweiterungsvorhabens Revue passieren. Im April dieses Jahres sei ihm vom Tierschutzverein angekündigt worden, dass beabsichtigt sei, einen Förderantrag zu stellen. Eine Woche später sei der Bauantrag des Tierschutzvereins eingegangen, der unbearbeitet an das Landratsamt weitergeleitet worden sei. In der Gemeinderatssitzung Sitzung am 17. Mai habe Carola Hannes, die Vorsitzende des Tierschutzvereins, das Erweiterungsvorhaben und den Bauantrag vorgestellt.

„Wir wollen das Projekt nicht verhindern, wie uns teilweise unterstellt worden ist, sondern wollen vielmehr eine vernünftige Planung und ein Gesamtkonzept für einen hieb- und stichfesten Förderantrag aufstellen", betonte Link. Die unterschiedlichen Vorstellungen, die aus den Reihen des Tierschutzvereins über die Nutzung des Erweiterungsbaus geäußert worden seien, signalisierten dringenden Handlungsbedarf. In diesem Zusammenhang gelte es auch zu klären, welche Möglichkeiten im Außenbereich aus baurechtlicher Sicht überhaupt zulässig sind. Deshalb habe der Gemeinderat entschieden, eine Förderung des Erweiterungsvorhabens nicht kurzfristig und auf den letzten Drücker in diesem Jahr, sondern im kommenden Jahr anzugehen. Voraussetzung dafür sei ein hieb- und stichfestes Konzept, das die Stadt gemeinsam mit dem Tierschutzverein erarbeiten will.

Den Vorwurf, dass der Tierschutzverein keine Lobby habe und von der Stadt nicht unterstützt werde, wollte Bürgermeister Link vor diesem Hintergrund nicht gelten lassen. „Das Gegenteil ist der Fall", betonte er. Ein Bauantrag könne im übrigen erst gestellt werden, wenn zuvor der Förderantrag gestellt worden sei und ein positiver Förderbescheid vorliege. Andernfalls sein die Förderfähigkeit des Erweiterungsprojekts akut gefährdet, verwies Link auf einen Aspekt der geltenden Förderregularien. Auch insofern sei er überzeugt davon, dass die vom Gemeinderat getroffene Entscheidung dazu beitrage, das Projekt „zu retten“.

„Wir werden uns nach den Sommerferien mit dem Tierschutzverein zusammensetzen und gemeinsam ein Konzept erstellen", sagte Link. Im kommenden Jahr werde dann der Förderantrag eingereicht, damit der Tierschutzverein und das Erweiterungsvorhaben für das Tierheim eine Perspektive hätten.