Nicht einfach ist es, junge Menschen für einen Verein oder Institution zu begeisterten, zumal das Angebot in Löffingen groß ist und auch die Kinder und Jugendlichen in der Schule gefordert werden. Keine Nachwuchsprobleme kennt dagegen die Jugendfeuerwehr Löffingen, die mit 36 Kindern ab sechs Jahren und Jugendlichen die mitgliedsstärkste Jugendwehr ist und in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiert.

Seit 2010 ist Markus Müller Jugendleiter. Er und sein 16-köpfiges Team haben ein gutes Händchen, die Jugendlichen für das Feuerwehrwesen zu begeistern und gleichzeitig auch Spiel und Spaß anzubieten. So haben 24 die Auszeichnung der Jugendflamme erhalten, nachdem sie sich erfolgreich dieser Aufgabe gestellt hatten.

Ein Erlebnis war im letzten Jahr das Jugendzeltlager in Schluchsee, der Wald-Cross-Golf-Parcours, der Besuch des Badeparadies, die Fackelwanderung – die neben den wöchentlichen Montagsproben durchgeführt werden. "Die Jugendfeuerwehr ist die Basis für eine erfolgreiche Abteilungswehr", würdigte Abteilungskommandant Christian Heizmann die Arbeit von Markus Müller und seines Stellvertreter Markus Lade.

Heizmann weiß, wovon er spricht, hatte er doch selbst die Jugendabteilung 16 Jahre geführt. Erfreut zeigte sich auch Stadtkommandant Bernd Schwörer, dass gleich drei Jugendliche den Weg zu den Aktiven gefunden hatten.

Die Jugendkasse wird durch die Schrottsammlungen gefüllt, welche von den Jugendlichen, unterstützt von Aktiven, zwei Mal pro Jahr durchgeführt wird. So kamen im vergangenen Jahr 3000 Euro zusammen. Ein Teil des Erlöses wurde in die Anschaffung von Winterjacken gesteckt.

Vor 50 Jahre wurde die Jugendfeuerwehr in Löffingen aus der Taufe gehoben, sie ist damit die älteste ihrer Art im Hochschwarzwald. Der runde Geburtstag soll am Blauchlichttag am 19. Mai ordentlich gefeiert werden, zumal sich neben Schirmherrin Landrätin Dorothea Störr-Ritter auch Innenminister Thomas Strobel angemeldet hat.

Am 1. April 1969 trafen sich im Café Fuß der damalige Kommandant Arno Adrion, sein Stellvertreter Josef Heiler sowie die Mitstreiter Fritz Adrion, Gerhard Pfeifer, Fritz Strobel und Kurt Hoch, um eine Jugendfeuerwehr zu gründen. Gerhard Pfeifer, der viele Jahre Jugendleiter war, erinnerte sich beim 40-Jährigen, dass zwar die Jugendwehr 1969 gegründet wurde, aber bereits 1953 eine Jungmannschaft im Einsatz war. Es waren damals 14-jährige Jungs, die sich ganz der Feuerwehr verschrieben hatten.