Aufatmen war bei den beiden anwesenden Müttern Diana Thuet und Jessica Meister zu hören, als Ortsvorsteher Martin Lauble in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates verkündete, dass nach langem Warten nun die Baugenehmigung für die Einrichtung einer Kleinkindgruppe angekommen sei.

„Wir wollen wieder arbeiten und haben keinen Platz für unsre Kinder“, erklärten die beiden Mütter. „Wir können nichts dafür“, entschuldigte sich Ortsvorsteher Martin Lauble.

Sein Stellvertreter Willi Frey pflichtete ihm bei. Man habe immer wieder nachgefragt und nachgeforscht, so Frey. Nun hoffen alle, dass der Umbau der im Obergeschoss liegenden Wohnung des Kindergartens in eine Kleinkindgruppe schnell vonstatten geht, zumal ein Großteil der Gewerke schon vergeben sei.

Nachdem Bauzeitenplan von Jörg Ganter vom Stadtbauamt könnten die Umbaumaßnahmen bis Ende 2019 fertig sein. Der Betrieb soll zum 1. Januar anlaufen, falls bis dahin zwei Fachkräfte gefunden seien. Die Ausschreibungen liefen bereits, informierte Lauble.

Bei allem Positiven hatte Laube bezüglich des Kindergartens auch eine weniger erfreuliche Nachricht. Das Brandschutzkonzept bemängelte die Oberlichter auf dem Flachdachgebäude. Sie müssten demzufolge gegen drei neue Lichtkuppeln für 25 000 Euro ausgetauscht werden. Somit würden sich die errechneten Umbaukosten von 120 000 Euro erhöhen. Die Lösung lieferte Willi Frey und der Ortschaftsrat stimmte zu: Ein Pultdach wäre die effiziente Lösung, zumal das Flachdach auch undicht sei. Gleichzeitig könnte man noch die Fluchttreppe anbringen und das Treppenhaus sanieren.

Die Bauvoranfrage von Berthold Meister, aus dem leerstehenden Landwirtschaftsgebäude eine Festscheune zu gestalten, wurde befürwortet, allerdings sollte dazu eine Vereinbarungen zwischen Anrainer, Bauherrn und Ortschaftsrat getroffen werden. Die Fragen zu Parkplätzen, Lärmbelästigung oder Zeitbegrenzungen seien im bebauten Ortskern schon wichtig, um Konflikten aus dem Weg zu gehen, so der Ortschaftsrat einstimmig.