Das Löffinger Präzisionstechnikunternehmen WST gewährt immer wieder Einblicke: Jetzt besuchte Bundestagsabgeordnete Gabriele Schmidt (CDU) den größten Löffinger Arbeitgeber, der mit dem in diesem Jahr eröffneten An- und Neubau die Größe seiner Nutzfläche verdoppelt hat. Am Standort Löffingen werden derzeit über 500 Mitarbeiter beschäftigt. Das Unternehmerehepaar Sabine und Georg Willmann gab der Waldshuter Abgeordneten spannende Einblicke in die Anfänge des Unternehmens und erläuterte die Entwicklung des Präzisionstechnikunternehmens. "Angefangen in einer Garage, hat sich die WST heute zu einem weltweit operierenden Unternehmen mit technischen Innovationen entwickelt", sagte Georg Willmann.

Besonderen Wert legt das Unternehmen auf die eigene Ausbildung von Fachkräften. Aktuell beschäftigt WST 13 Auszubildende in den technischen und kaufmännischen Ausbildungsberufen. Auch die Beschäftigung und Ausbildung von Flüchtlingen war Gegenstand des Gesprächs. Georg Willmann sieht auch hier eine Möglichkeit, dem Fachkräftemangel entgegenwirken zu können. „Allerdings wünschen wir uns hier mehr finanzielle Unterstützung durch die Politik, da die Ausbildung von Flüchtlingen, allein auf Grund der sprachlichen Schwierigkeiten, in der Regel aufwändiger ist“. Der Betriebsratsvorsitzende Aytac Er betonte an dieser Stelle, dass bei der WST Integration im Beruf gelebt wird. Über 20 unterschiedliche Nationen sind derzeit beim Löffinger Unternehmen beschäftigt.

Regelmäßig veranstaltet das Unternehmen außerdem Besuchstermine für Kindergärten und Schulen. „So erhalten die Kinder und Jugendlichen einen Einblick in das Unternehmen und die möglichen Arbeitsfelder“, erklärte Sabine Willmann. Konkret bestand beispielsweise auch eine Kooperation mit der kaufmännischen und hauswirtschaftlichen Schule (KHS) in Donaueschingen, die in einem Projekt den Arbeitsmarkt der europäischen Krisenstaaten Italien, Spanien und Portugal untersuchte mit der Zielsetzung, Fachkräfte aus diesen Ländern zu gewinnen.

Im Anschluss an das Gespräch fand eine Besichtigung der Produktionshallen statt. Georg Willmann erklärte der Abgeordneten die Herstellung verschiedener Fräs- und Drehteile, welche für namhafte Industrieunternehmen, insbesondere im Bereich Automotive, produziert werden. Durch den breit aufgestellten Maschinenpark kann die WST flexible und innovative Lösungen für ihre Kunden fertigen. Die Firma stellt unter der Marke Durhino außerdem Werkzeuge für den Fremd- und Eigenbedarf her.

Die Abgeordnete zeigte sich nach der Besichtigung und dem ausführlichen Gespräch beeindruckt von dem Unternehmen. „Es freut mich sehr, dass die Region mit WST einen so wertvollen Arbeitgeber hat, der die eigene Ausbildung von Fachkräften fördert. Trotz der Größe des Unternehmens verspürt man eine sehr familiäre Atmosphäre im Betrieb“, sagte die Abgeordnete abschließend.