„Leben Totgesagte länger?“ Eine Frage, die man sich in Bachheim auch in Sportkegelkreisen stellt. Der Traditionsverein SKF Bachheim, der 1973 gegründet wurde, steht nun am Scheideweg. Grund für das drohende Aus ist der Wegfall der Kegelbahn in Dittishausen und der Spielermangel. „Dies ist sehr schade, zumal wir vier junge hoffnungsvolle Kegler in unseren Reihen haben“, informiert Vorsitzender Dieter Kramer. Allerdings benötigt man für eine Mannschaft acht bis zehn Spieler, welche derzeit beim SKF nicht zur Verfügung stehen.

Derzeit habe man eine sportliche Pause eingelegt. Mit zahlreichen Spielern hatte man schon Kontakt aufgenommen. „Wir werden alles versuchen, den Verein zu erhalten“, sagt Dieter Kramer. Im Herbst wird es eine Mitgliederversammlung geben, in der das Überleben oder das Aus des SKF endgültig entschieden wird.

Auch Ortsvorsteherin Petra Kramer bedauert den derzeitigen Weg ins Aus des Vereins. Zwar wurden die bisherigen Altpapiersammlungen nun vom Musikverein übernommen, doch der SKF wird sich nicht mehr am Nudelfest beteiligen. Außerdem wurde die Kegeldorfmeisterschaft eingestellt. „Mit dem SKF würde der letzte Sport treibende Verein im Dorf verschwinden“, bedauert Petra Kramer. Ganz früher gab es sogar einen Fußballverein und Bachheim war eine Kegel-Hochburg in der Region. Im Gasthaus "Hirschen" gab es eine der ersten Kegelbahnen im Hochschwarzwald, Hirschenwirt Walter Kienzler hatte zwei Bundeskegelbahnen einbauen lassen.

1996 wurden diese geschlossen und der Verein wechselte zu Olis Kegelstuben nach Dittishausen. Auch dort gab es im vergangenen Jahr ein Aus, als die Kegelbahnen zu einem Dart-Zentrum umgebaut wurden.

Der Vorstand um Vorsitzenden Dieter Kramer, seinem Stellvertreter Pascal Siebler, Kassierer Ludwig Rombach und Schriftführer Roland Siebler hat für eine kommende Auflösung bereits die notwendigen Satzungsänderungen vorgeschlagen, welche von der Versammlung angenommen wurde. Bei einer Auflösung wird das noch vorhandene Geld einer gemeinnützigen Einrichtung, die von den Mitgliedern bestimmt wird, zugutekommen. Ursprünglich sollte das Geld bei einer Vereinsauflösung an den SKVH (Sportkeglerverein Hochschwarzwald) für die Jugendarbeit fließen. Doch diese hätten selbst Nachwuchssorgen, so Kramer.

Nun entscheiden die Mitglieder in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Herbst über den SKF. Eine Zweidrittel-Mehrheit ist für eine Entscheidung erforderlich.