Die beiden Dirigenten Ralf Thoma vom Musikverein Bachheim und Tobias Kraut vom Musikverein Unadingen hatten ein abwechslungsreiches unterhaltsames Programm für das Doppelkonzert zusammengestellt. Dabei legten die Musikvereine großen Wert darauf, sowohl die traditionelle Blasmusik, als auch moderne Musikliteratur zu bieten.

Das gelungene Frühjahrskonzert hätte allerdings eine volle Halle verdient gehabt, doch das erschienene Publikum zollte den Musikern reichlich Applaus und Anerkennung für den bunten Melodienstrauß.

  • Musivkerein Unadingen: Wer das Unadinger Dreikönigskonzert nicht besuchen konnte, der hatte nun die Möglichkeit, diesen Musikgenuss in Bachheim zu erleben. Der Eröffnungsmarsch "Salemonia" gehört zwar dem Schlossseefest am Bodensee, doch auch in Bachheim wurde dieser abwechslungsreichen Musikwelt Rechnung getragen. Mit "Wings of Freedom" setzten die Unadinger einen gelungenen und feudalen Schlussakzent (Oberstufe). Dazwischen entführten die Akteure musikalisch in den Wilden Westen mit "Apache" und den bekannten Winnetou-Melodien. Eine echte musikalische Herausforderung (Oberstufe) war auch die Filmmusik "Gladiator", das Schlagzeug setzte dabei die dramatischen Stellen um. Gänsehautfeeling war bei "Halleluja", dieser weltweit bekannten Ballade von Leonard Cohen angesagt. Doch der Musikverein kann auch Marschmusik und so hatte sich Tobias Kraut wohl einen der bekanntesten und pfiffigsten den "Colonel Bogey Marsch" ausgesucht.
  • Musikverein Bachheim: Auch Bachheims Dirigent Ralf Thoma setzte auf eine abwechslungsreiche Musikliteratur. Mit "Chicago Festival" wurde nicht nur der Spirit dieser Stadt im Winter musikalisch aufgezeigt, sondern die Musiker selbst setzten hiermit ein Zeichen. Vom fernen Amerika ging es musikalisch zurück zum Eiger, dem majestätischen Berg. Atemberaubend und brillant stellten ihn die Musiker vor. Musical gefällig, auch dies gab es in Bachheim, mit dem sieben minütigen Medley von "Jesus Christ Superstar". Spielfreude strahlt das dynamische Werk "Mani Street Celebration" aus. Hier konnten sich die verschiedenen Register als kleine Solis vorstellen. Diese galt auch für das Konzertwerk "The great locomotive Chase", eine musikalisch erfrischende Reise mit dem Zug. Mit "Semper-Fidelis", einem bekannten Konzertwerk, setzten die Gastgeber einen würdigen Schluss. Das Oberstufenwerk gilt als Marsch den Marineinfanterie, ein Stück mit einer herausragenden Stellung.