Demetrius begegnet man in Löffingen gleich mehrfach. Es ist der Stadtpatron des Baarstädtchens. Seine Figur als römischer Legionär über dem Demetriusbrunnen blickt direkt aufs Rathaus. Gebeine des Löffinger Stadtpatrons sind auch in der Stadtkirche zu finden. Im Josefsalter ist der Schrein im prunkvollen Gewand zu sehen. Natürlich gibt es auch eine Demetriusstraße zu Ehren des Löffinger Stadtpatrons. Am Mittwoch, 20. März, wird Heimatforscher Werner Waßmer im Rahmen der 1200-Jahr-Feier Demetrius und seine "Löffinger Geschichte" näher erläutern.

Der Vortrag findet um 19 Uhr in der Tourist-Information statt. Ältere Bewohner können sich noch gut erinnern, als am 25. April 1945 gegen 15 Uhr der Demetriusbrunnen von einer Fliegerbombe getroffen wurde. Die Wucht war so groß, dass der verdohlte Bittenbach bis zum Friseurgeschäft Hofmeier aufriss und auch die Betonabdeckung Richtung Mailänder-Tor herausgerissen wurde. Trotzdem blieb die Demetrius-Statue fast unversehrt und landete im Bittenbach. Oswald Laufer und Valentin Maier bargen die Statue und brachten sie ins Rathaus. Später wurde der Brunnen wieder aufgebaut. Interessant ist auch die Geschichte, wie die Gebeine des heiligen Demetrius nach Löffingen kamen.

1725 brachte der Neuenburger Eremit Georg Beck die Reliquien des heiligen Demetrius nach Löffingen. Der Löffinger Pfarrer Max Bosch hat auf eigene Kosten den Transport des Demetrius veranlasst. Der Leichnam des Märtyrers wurde in der Stadtkirche unterhalb des Josefs- Altars begraben. Im Jahr 1727 bekam Löffingen die Erlaubnis, das Fest des Demetrius am 21. November zu begehen.