Während im Hochschwarzwald vielerorts die Lichter ausblieben, wurde in Dittishausen ganz bewusst das Licht angezündet, allerdings die großen Schwedenfeuer und Feuerschalen. Die Hochschwarzwald Tourismus GmbH hatte zur Aktion „Licht aus“ aufgerufen, bei der sich neun Gemeinden im Hochschwarzwaldbeteiligten. So wurden in Breitnau, Eisenbach, Grafenhausen, St. Blasien, St. Peter, St. Märgen, Lenzkirch, Todtmoos und Ühlingen-Birkendorf für eine Stunde das Licht ausgeschaltet. Ortsvorsteherin Annette Hilpert in Dittishausen ging dagegen einen anderen Weg und lud zum Abend der Begegnung.

Es war sicherlich nicht leise wie in den anderen Gemeinde, dafür kamen die Menschen ins Gespräch. Bei Glühwein und Kinderpunsch sowie Hefezopf kamen sich die Bürger, die Dittishauser und Einheimischen im Gespräch näher. Im Schein der Schwedenfeuer hätte man auf dem Berge Tabor sicherlich den Sternenhimmel betrachten können, wenn am Sonntagabend nicht eine riesige Nebelwand die Sicht verdeckt hätte. Doch dies tat der guten Stimmung kein Abbruch. Sich am Feuer oder den heißen Glühweintassen wärmend, blieb man im Gespräch. Angela Seppe war mit ihrem kleinen Enkel vor Ort, sie war von dieser Idee begeistert. „Eine tolle Geschichte sich besser kennenzulernen“, so die Erzieherin. 

Zufrieden zeigte sich auch die Ortsvorsteherin Annette Hilpert: „Hier konnten sich die Bürger austauschen, viele fragten auch nach, wie und ob es mit dem Laden weitergeht oder was wir politisch vorhaben“. Ortschaftsrat und Zunftmeister Ludwig Speth kam kaum mit dem Füllen von Glühweinbechern hinterher. Über 100 Gäste fanden sich ein. Speth nutzte die Gelegenheit gleich, die Touristen über die kommende Fastnachtszeit zu informieren und die Dittishauser selbst zum Bunten Abend oder zum Fuhrmannstag einzuladen. Bei dieser großen Resonanz darf man sicher sein, dass Annette Hilpert mit ihrem Ortschaftsrat auch im kommenden Jahr der Tag der Begegnung in Dittishausen feiern wird.