Fantastisch, was hier auf die Beine gestellt wurde, so lässt sich das dreitägige Mittelalterspektakel in Reiselfingen beschreiben. „Es war eine einmalige Veranstaltung, die sicher noch lange nachhallen wird“, erklärte Ortsvorsteher Martin Lauble am Sonntagabend. „Ziel voll und ganz erreicht“, bilanziert sein Stellvertreter Willi Frey.

Einmal mehr unterstrich der Ort Reiselfingen die intakte Dorfgemeinschaft. Insgesamt waren 400 Akteure im Einsatz und dies bei 562 Einwohnern. Neben den einzlenen Schänken der Reiselfinger Vereine, zu denen auch die der Narrenzunft Eisenbach gehörte, engagierte sich die Reiselfinger Jugend mit einer Bar im Gewölbekeller. Die Vereine hatten auch kulinarisch die Zeit ins Mittelalter zurückgedreht und lockten mit altertümlichen Gerichten. Da es damals noch kein Glas gab, wurden die Getränke entweder in der Bügelflasche mit dem Reiselfinger Wappen oder in den extra hergestellten Tonkrügen serviert. Viele Gäste nahmen diese Krüge gerne als Erinnerungsstücke an drei unvergessliche Tage mit. „Wir wollten keinen Kommerz, sondern ein Fest mit Nachhaltigkeit“, sagte Lauble und dies sei dem Ort auch gelungen.

Die Besucherzahlen sorgten für mehr als zufriedene Gesichter. Laut den Akteuren im Zollhäuschen wurden insgesamt rund 5000 Gäste gezählt. Alleine das Open-Air-Schauspiel des Schimmelreiters hatte über 500 Gäste angelockt.

Der Ort im Unterdorf hatte nicht nur einen historischen Hintergrund, sondern das einbezogene Rathaus als Festbüro war mehr als hilfreich. Ein gutes Händchen hatte das Festkomitee mit dem Programm und den eingeladenen Gästen. Für die Übernachtungsgäste standen die Duschen des FCR zur Verfügung, im Clubhaus wartete auch ein Frühstück.

Ein Erfolg waren auch das Lager und der Mittelaltermarkt. Am Sonntag hatte sich zusätzlich noch der Bauern- und Kunsthandwerkermarkt eingestellt. Ein weiteres Plus, denn sowohl Claudia Ketterer mit Tochter Judith zeigte sich mit der Verkauf zufrieden, als auch die Lebensheimat mit Heidi Baiker und beim Eisstand des Wilmershof hieß es sogar Schlange stehen.

Gefragt war auch der Shuttlebusservice. Die Resonanz der Busse zeigte, dass auch hier die richtige Entscheidung getroffen wurde.