Die Bürgermeisterwahl in Lenzkirch macht am 3. Juni einen zweiten Wahlgang erforderlich. Drei der sieben Kandidaten sorgten mit einem fast gleichen Wahlergebnis für Spannung. Die Lenzkircher Tourismusfachfrau Caroline Waldvogel zog mit 519 Stimmen (22 Prozent) gleich mit dem Kappler Ortsvorsteher und Oberstabsfeldwebel a. D. Roland Beer, der ebenfalls von den Wählern 519 Stimmen (22 Prozent) erhielt. Fast gleich ausgefallen ist die Wahl für den Politologen Roul Mügge, der mit 515 Stimmen (21,8 Prozent) nicht weit weg vom Ergebnis der anderen zwei Kandidaten ist. Der Lenzkircher Rettungssanitäter Sascha Phlippen folgte mit 395 Stimmen (16,5 Prozent) und der Lenzkircher Rechnungsamtsleiter Leonhard Wißler konnte 373 Stimmen (15,8 Prozent) für sich gewinnen. Nicht mithalten konnten die beiden anderen Kandidaten. Der Gärtner Harald Jung erhielt zwölf Stimmen (0,5 Prozent) und die Dauerbewerberin Friedhilde Miller sechs Stimmen (0,3 Prozent). Zur Wahl aufgerufen waren 4035 Männer und Frauen in Lenzkirch und den vier Lenzkircher Teilorten, Saig, Raitenbuch, Kappel und Holzschlag. 2379 Bürger machten Gebrauch von ihrem Wahlrecht und sorgten für eine Wahlbeteiligung von 59 Prozent. Im Kurhaus von Lenzkirch warteten am Wahlabend die Bürger voller Spannung auf den Wahlausgang und verfolgten die laufenden Ergebnisse auf zwei Bildschirmen. Reinhard Feser, noch amtierender Bürgermeister, gab dann gegen 19 Uhr das Ergebnis bekannt. „Die Wahl ist so ausgefallen, dass wir am 3. Juni noch einmal wählen müssen“, informierte er. Dann genügt die einfache Stimmenmehrheit. „Wenn es am 3. Juni wieder so aussieht, dass zwei Bewerber mit der größten Stimmenanzahl das gleiche Ergebnis haben, muss ich mich erst einmal informieren, wie es sich dann verhält“, meinte er weiter. Wer von den jetzt noch in Frage kommenden Kandidaten sich beim zweiten Wahltag wieder wählen lassen, steht noch nicht fest.