Der Eulogiritt, eine Prozession, die zu Ehren des Schutzpatrons der Gold- und Hufschmiede sowie der Pferde bereits vor 83 Jahren das erste Mal gefeiert wurde, geht schon morgens um 5 Uhr mit den Klängen der Stadtmusik los. In Lenzkirch ist es Ehrensache, an diesem Tag früh aufzustehen, um die festlich geschmückten Pferde und ihre Reiter zu empfangen. Erwartet werden auch in diesem Jahr mindestens 120 Pferde. Bereits um 8 Uhr stellen sich Pferde, Stadtmusik und Trachtenträger am Kurhaus und an der Nikolauskirche auf, um sich auf den Weg zur St. Eulogius Kapelle zu begeben. Dort feiern die Reiterschar und die Gläubigen den Festgottesdienst im Freien und erhalten den kirchlichen Segen. Pfarrer Buchmüller, Leiter der Seelsorgeeinheit östlicher Hochschwarzwald, hält den feierlichen Gottesdienst und Militärpfarrer Artur Wagner aus München predigt. Nach dem Gottesdienst erhält jedes Pferd ein geweihtes Brot. Danach führt die feierliche Prozession durch die Straßen des Haslachstädtchens. An der Spitze der Prozession reitet Pferdezüchter Karlheinz Reichmann aus Weilheim. Er ist der Besitzer des weißen Ehrenschimmels und stellt das wichtigste Pferd der Prozession, auf dem dieses Mal wieder Militärpfarrer Artur Wagner reitet. Der Schimmel wird flankiert von den Hufschmieden Harald Wittmer aus Lenzkirch und Guido Gfrörer aus Gündelwangen. Kirchliche Fahnenträger gehören genauso zur Prozession, wie die Statue des Heiligen Eulogius, den Bürgermeister und Gemeinderäte tragen. Die Prozession wird von der Stadtmusik und Trachtenträgern begleitet und endet an der St. Nikolauskirche, wo jeder Reiter noch einmal die Möglichkeit erhält, den persönlichen kirchlichen Segen des Pfarrers zu erhalten. Ein sehr bewegender Moment für die Prozessionsteilnehmer und die Zuschauer. Danach ist es fast ein Muss, sich das große Angebot auf dem Markt anzusehen und an den Ständen der verschiedenen Vereine etwas zu essen und zu trinken. Außerdem werden die Besucher von verschiedenen Musikkapellen unterhalten.