In Lenzkirch wird am Sonntag, 6. Mai, ein neuer Bürgermeister gewählt: Reinhard Feser, der das Amt 16 Jahre begleitete, hat aus persönlichen Gründen auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Gleich sieben Kandidaten wollen sein Nachfolger werden.

Der neue Bürgermeister wird sein Amt am 1. August antreten. In der 5093 Einwohner zählenden Hochschwarzwaldgemeinde Lenzkirch dürfen insgesamt 4036 Wahlberechtigte den neuen Bürgermeister wählen. Nachdem sich fast sieben Wochen lang nichts getan hat, gingen dann doch die Bewerbungen ein. Das Interesse der Bürger war dennoch groß. Über 650 interessierte Bürger verfolgten die öffentliche Vorstellung der Kandidaten.

Sieben Bewerber stehen den Lenzkirchern am Wahlsonntag zur Auswahl zur Verfügung. Beworben haben sich zwei Frauen und fünf Männer. Davon besitzt nur der Rechnungsamtsleiter der Gemeinde Lenzkirch, Leonhard Wißler, Verwaltungserfahrung.

Als erste ging die Bewerbung der 49-jährigen Friedhild (Fridi) Miller, Familienhelferin aus Sindelfingen, die sich auch schon in Hinterzarten und in anderen Gemeinden beworben hatte, im Bürgermeisteramt ein. Danach bewarb sich der in Sachen Bürgermeisteramtsbewerber noch unerfahrene 58-jährige Landschaftsgärtner Harald Jung aus Edingen-Neckarshausen. Der nächste Bewerber ist der 49-jährige Diplom Politologe Raoul Mügge aus Lenzkirch-Saig. Der Rheinländer besitzt ein juristisches Grundstudium und arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter der FDP, bevor er 13 Jahre lang in Irland Leiter eines Trainingszentrums für Schulabgänger mit geistiger Behinderung war. Beworben um die Bürgermeisterstelle hat sich außerdem der 47-jährige Notfall- und Rettungsassistent Sascha Phlippen aus Lenzkirch. Der gelernte Konditor orientierte sich beruflich um, ließ sich zum leitenden Rettungsassistenten ausbilden und arbeitet in der Schweiz.

Die zweite weibliche Bewerberin ist die 47-jährige Caroline Waldvogel, Tourismusfachwirtin IHK, aus Lenzkirch. Waldvogel arbeitet bei der Hochschwarzwald Tourismus GmbH und ist in Lenzkirch Leiterin der Touristinformation. Die nächste Bewerbung gab der 51-jährige Roland Berr, Oberstabsfeldwebel a.D. bei der Gemeinde ab. Berr war elf Jahre Kompaniefeldwebel beim Jägerbataillon 292 in Donaueschingen. Außerdem wurde er zwei Jahre in Afghanistan und ein Jahr im Kosovo eingesetzt. Im vergangenen Jahr nahm er in der Lenzkircher Teilgemeinde Kappel den Posten als Ortsvorsteher an. Im letzten sprichwörtlich im letzten Moment entschloss sich der in Löffingen geborene 54-jährige Leonhard Wißler, Diplom Verwaltungswirt, seine Bewerbungsunterlagen abzugeben. Wißler arbeitet derzeit als Rechnungsamtsleiter in Lenzkirch und ist zudem für das Lenzkircher Bauamt zuständig.