Wunderschöne Schwarzwälder Pferde mit ihren wehenden Mähnen und schöne Schwarzwaldmädchen in Trachten, festlich geschmückte Araber, Hannoveraner, Friesenpferde, Shetlandponys sowie kleine Fohlen ließen sich nur allzu gerne bewundern.

Bewegt erlebten die Besucher, wie die Lenzkicher ihr traditionelles Eulogiusfest zum 83. Mal feierten. Bevor die Prozession zu Ehren des Heiligen Eulogius, Schutzpatron der Gold- und Hufschmiede, durch das Städtchen zog, herrschten bei den festlich geschmückten Pferden und ihren Reitern, die schon in den frühen Morgenstunden zu Hause aufgebrochen waren, fröhlich Anspannung. An der St. Michaelskirche angekommen, konnte es so manches Tier kaum erwarten, endlich loszutraben. Um 8.10 Uhr hieß es: „Wir können anfangen.“ Die Reiterschar zeigte sich bereit, für den Ritt zur heiligen Eulogiuskapelle. Die Festreiter mit den alten Festfahnen und dem Holzkreuz aus dem Jahr 1780 waren ausgerüstet, der weiße Ehrenschimmel und sein Besitzer flankiert von den beiden Hufschmieden Harald Wittmer und Guido Gfrörer marschbereit, die Figur des heiligen Eulogius auf den Schulten von Bürgermeister Reinhard Feser und Gemeinderat Felix Drahtschmidt sicher getragen, die Trachtenmaidle und -buben abmarschbereit, sowie Pferd und Reiter aufgestellt. Unter der Aufmerksamkeit der Zuschauer und den Klängen der Lenzkircher Stadtmusik marschierte der Reiterzug zum feierlichen Festgottesdienst im Freien.

Geduldig warteten die Pferde das Ende des Gottesdienstes ab. Danach bewegte sich die Reiterprozession, dieses Mal mit Militärpfarrer Werner auf dem weißen Ehrenschimmel, durch die Straßen des Haslachstädtchens bis zur St. Michaelskirche, wo Militärpfarrer Werner abschließend für Pferd und Reiter den christlichen Segen gab.