Der renommierte Messgerätehersteller Testo meldet für 2016 einen Umsatzrekord: Im Geschäftsjahr 2016 ist der Testo-Konzern um rund acht Prozent gewachsen. Das entspricht einem Umsatz von knapp 280 Millionen Euro. „Das ist sehr erfreulich, da wir in den Regionen, also auf breiter Basis, erneut zulegen konnten. Mit einem Euro auf Vorjahresniveau wäre das Wachstum sogar noch 1,4 Prozentpunkte höher ausgefallen“, erklärt Burkart Knospe, Vorstandsvorsitzender von Testo.

  • Wachstum im Plan: Im deutschen Heimatmarkt verzeichnet Testo ein Umsatzplus von 9,4 Prozent. Dieses belief sich bei Testo Industrial Services (TIS) auf 17,6 Prozent. Damit hat die Konzerntochter aus Kirchzarten mit ihrem Kalibriergeschäft die Pläne übererfüllt. In den Regionen liegt Testo überwiegend im Plan. "So ist der zwischenzeitlich schwierige Markt Russland um 16 Prozent gewachsen, was die Erwartungen übertroffen hat", so Testo-Sprecher Konrad Hünerfeld. Auch das Geschäft in den USA wuchs um 16 Prozent. Damit sind die USA der größte Auslandsmarkt von Testo. In Asien ist Korea mit 21 Prozent am stärksten gewachsen. 2016 gründete Testo zwei neue Töchter: Malaysia und Südafrika. „Die Zuwachsraten beider neuen Töchter sind seit ihrem Start sehr gut. Mit dem Standort Malaysia können wir den Markt in Südostasien effektiver erschließen.
    In Südafrika haben wir nun unsere erste Niederlassung in Afrika“, erläutert Testo-Vorstand Jürgen Hinn.
  • Smarte Produkte: Auch mit ihren smarten Produkten – das sind Messgeräte, die sich mit Smartphones oder Tablets vernetzen lassen – konnte Testo im Markt nochmals punkten. Hierzu zählen die neuen Testo Smart Probes, die erheblichen Anteil am Wachstum des vergangenen Jahres haben, insbesondere in den USA. Ein Beispiel dafür ist das Testo Smart Probes Kälte-Set, das Service und Fehlersuche an Klima- und Kälteanlagen sowie deren Installation ermöglicht und 2016 von den Handwerkern weit über den Erwartungen nachgefragt wurde. Testo Smart Probes sind Messgeräte, die sich kabellos mit dem Smartphone oder Tablet bedienen lassen. Die Messdaten können über eine App abgelesen, protokolliert und anschließend direkt per E-Mail versendet werden.
  • Weltweiter Zuwachs: Vergangenes Jahr hatte der Konzern weltweit rund 2700 Mitarbeiter – das sind elf Prozent mehr als im Vorjahr. Davon arbeiten in Deutschland 1494 Mitarbeiter, von denen 1174 Menschen in der Region (Lenzkirch, Titisee-Neustadt, Kirchzarten) beschäftigt sind. Insgesamt ist die Anzahl der Beschäftigten hierzulande stabil geblieben. Die Ausbildungsquote im Headquarter nahm leicht zu und betrug 14,3 Prozent.
  • Ausblick: 2016 beschloss der Aufsichtsrat den Neubau für den zweiten Bauabschnitt am Standort Titisee. Das Unternehmen investiert dafür 30 Millionen Euro. Der Spatenstich findet im Frühjahr 2017 statt, der Einzug ist für Anfang 2019 geplant. Damit entsteht Platz für weitere 300 neue Arbeitsplätze im Hochschwarzwald. Im Sockelgeschoss des Neubaus wird die Solution-World entstehen. Das ist eine Ausstellungsfläche, um Interessierten und potenziellen Kunden das neue Solution-Geschäftsfeld vorzuführen und erlebbar zu machen. „Mit dem weiteren Geschäftsfeld Solution, das zu einer tragenden Säule unseres Geschäfts werden soll, bieten wir den Kunden durch eine Kombination von Sensoren, Software und Dienstleistungen maßgeschneiderte Lösungen für ihren Bedarf. Das hier schlummernde Wachstumspotenzial wollen wir konsequent ausschöpfen“, betont Vorstandsvorsitzender Burkart Knospe.