Zum 25. Mal kürt der Wettbewerb Top 100 die innovativsten Firmen des deutschen Mittelstands. Zu diesen Innovationsführern zählt in diesem Jahr auch der Messtechnikhersteller Testo. Das ergab die Analyse des wissenschaftlichen Leiters von Top 100, Nikolaus Franke. Als Mentor ehrte Ranga Yogeshwar das Lenzkircher Unternehmen zusammen mit Franke bei der Preisverleihung in Ludwigsburg im Rahmen des fünften Deutschen Mittelstands-Summits. Testo schaffte bereits zum dritten Mal den Sprung in diese Innovationselite. In dem unabhängigen Auswahlverfahren überzeugte das Unternehmen besonders mit seinem Innovationserfolg und seinen Innovationsprozessen.

In der Messtechnik ist die Innovationsrate hoch: Ob Software und Sensoren, Cloud oder das Internet der Dinge – Messgeräte müssen heute nicht nur messen können, sie müssen auch Daten effizient analysieren, dokumentieren und kommunizieren. In diesem innovationsgetriebenen Markt bewegt sich Testo im internationalen Spitzenfeld. „Schon vor einigen Jahren war uns klar, dass digitale und individuelle Lösungen immer wichtiger werden“, sagt der Vorstandsvorsitzende Burkart Knospe. Daher hat sich Testo neben seinem Stammgeschäft mit Messgeräten das zweite Geschäftsfeld „Solutions“ aufgebaut.

Schon heute kann beispielsweise ein Frittieröl-Sensor von Testo die Krebsgefährlichkeit eines Fettes messen und so Hersteller oder Verbraucher vor krebserregenden Stoffen warnen. „Mit den neuen Messlösungen von Testo gehen wir noch einen Schritt weiter. Große Unternehmen wie etwa Pharmakonzerne, Restaurant- oder Supermarktketten können ihr gesamtes Qualitätsmanagement mit Testo-Lösungen überwachen und kontrollieren. Damit stiften wir einen großen Wert mit Blick auf verlässliche Produktqualität“, Stephanie Burchardt, Leiterin der Business Unit Food.

Zum Innovationsmanagement des zum dritten Mal nach 2009 und 2012 ausgezeichneten TOP 100-Unternehmens gehört eine kritische interne Überprüfung. Ist eine neue Idee geboren, wägen die verantwortlichen Mitarbeiter sie erst einmal im Rahmen eines ausgefeilten Stage-Gate-Prozesses ab. „Wir wissen danach sehr genau, wie hoch die Marktchancen sind“, sagt Burkart Knospe. Und wenn ein Produkt schließlich auf dem Markt ist, muss es trotzdem noch flexibel auf ständig neu aufkommende Trends reagieren können. Diese Innovationsprozesse des Hightech-Unternehmens lobte die Jury besonders.