Beim zweiten Mal klappte alles besser: Andreas Graf ist der neue Rathauschef in Lenzkirch. Der 51-jährige Graf erhielt 1684 gültige Stimmen, das sind 73,3 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag 57,5 Prozent, 2308 von 4016 Wahlberechtigten gingen zur Urne, um einen neuen Bürgermeister wählen.

Im ersten Wahlgang vor vier Wochen lag die Wahlbeteiligung mit 59 Prozent noch etwas höher. Graf wird sein Amt am 1. August antreten. Solange wird er seine langjährige Stelle als Leiter des Steueramtes und der Finanzverwaltung bei der Stadt Titisee-Neustadt noch innehaben. „Ich bin einfach überwältigt, dass mich so viele Lenzkircher Bürger gewählt haben“, freute sich der frisch gebackene Bürgermeister im Kurhaus von Lenzkirch. Im Stadtgarten hatte die Gemeinde eine kleine Feier arrangiert, an der zahlreiche Bürger teilnahmen. Musikanten der drei Lenzkircher Musikvereine spielten zur Unterhaltung. Strahlend nahm Graf mit seiner Ehefrau Petra und den Söhnen die Glückwünsche von Bürgern und seinen künftigen Bürgermeisterkollegen aus den Nachbargemeinden entgegen.

Die 47-jährige Carolin Waldvogel, Tourismusfachwirtin und Leiterin der Lenzkircher Tourist-Information, erhielt 328 Stimmen (14,3 Prozent). Der 49-jährige Raoul Mügge, Diplom Politologe aus Lenzkirch-Saig, konnte 158 Stimmen (6,9 Prozent) auf sich ziehen. Für den 47-jährigen Sascha Phlippen, Notfall- und Rettungsassistent, ebenfalls aus Lenzkirch, stimmten 113 Bürger (4,9 Prozent). Der 58-jährige Landschaftsgärtner Harald Jung aus Edingen-Neckarshausen bekam vier Stimmen (0,2 Prozent) und die 47-jährige Familienhelferin Friedhilde (Fridi) Miller aus Sindelfingen erhielt keine Stimme.

Reinhard Feser, der das Amt des Bürgermeisters in Lenzkirch 16 Jahre inne hatte und aus persönlichen Gründen auf eine erneute Amtsperiode verzichtete, gab das Wahlergebnis im Pavillon des Stadtgartens bekannt. Feser beglückwünschte unter dem großen Beifall der Lenzkircher seinen Nachfolger zu diesem überwältigenden Wahlergebnis. Bürgermeister-Sprengelvorsitzender Stefan Wirbser zeigte sich erfreut und unterstrich, dass Lenzkich keinen besseren Bürgermeister hätte finden können, weil Graf über große Erfahrung in der Verwaltung, aber auch im Tourismus verfüge.

Graf betonte, dass er überrascht war, dass so viele Wähler seinen Namen angekreuzt haben. „Ich freue mich sehr über das riesige Vertrauen“, erklärte er. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe und werde mit großem Elan daran gehen“, versicherte Graf.