Eine gelungene Symbiose zwischen Minigolf und Golfen mit einem Tick Abenteuer bieten Philipp Hoog und Timo Grießenauer mit ihrem Abenteuergolfpark in Lenzkirch-Kappel. Am Wochenende wurde die neue Schwarzwaldattraktion mit begeisterten Dorfbewohnern und Gästen im Kurpark von Kappel eröffnet. Eigentlich lag der Kurpark jahrelang im Dornröschenschlaf, aus dem er jetzt erweckt wurde. Die beiden jungen Geschäftsleute, die sich auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück gleich beim ersten Anblick in den Park mit dem alten Baumbestand verliebten, haben dafür über eine halbe Million Euro investiert.

  • Das Projekt: Dass aller Anfang schwer ist, erfuhren die Besucher gleich in der Eröffnungsrede der beiden Jungunternehmer. „Wir haben Tag und Nacht fast rund um die Uhr geschafft, um fertig zu werden“, erklärten sie. Nachdem sie sich mit den Behörden geeinigt haben, kam ein Sturm, dem drei schöne alte Bäume zum Opfer fielen und beim letzten Unwetter vor einigen Wochen verhinderte eine Schlammlawine den vorgesehenen Eröffnungstermin. „Doch wir haben bei den Dorfbewohnern, von Bürgermeister Feser, dem Bauhof und Ortsvorsteher Roland Berr, der selbst zur Schaufel griff, große Unterstützung erfahren“, lobte Grießenauer die große Hilfsbereitschaft. Ein Dank ging auch an die Kappler und Lenzkircher Vereine sowie an Familie und Freunde, die durch ihre Mithilfe die Eröffnung des Abenteuergolfplatzes noch im Juli ermöglichten.
  • Die Anlage: Kaum erwarten konnten es die Gäste einmal selbst zu golfen. Insgesamt stehen fünf verschiedene Schlägergrößen den Golfern zur Verfügung. Vom Schläger für die ganz Kleinen bis zum Schläger für die Erwachsenen. „Es macht einfach Spaß und erinnert an früher“, freuten sich Bürgermeister Reinhard Feser und sein Nachfolger Andreas Graf über die außergewöhnliche Anlage. Spielen kann man auf dem Golfplatz, der in verschiedene Schwarzwaldthemenbereiche aufgeteilt ist, auf 18 unterschiedlichen langen und kurzen Kunstrasenbahnen.
Philipp Hoog macht das Golfspielen am Schwarzwälder Wasserrad auch Spaß.
Philipp Hoog macht das Golfspielen am Schwarzwälder Wasserrad auch Spaß. | Bild: Angele Kerdraon
  • Der Parcours: Der Weg des Golfballs führt über Bahnen und Brücken, durch Wasser und ein Wasserrad, durch einen Stangenwald, an Skiern und an Pferden vorbei, über eine Sprungschanze und über den nachgebauten Schluchsee mit bunten Segelbooten. Weiter geht's am Ravenna Viadukt vorbei zur alten Schwarzwälder Handwerkerkunst Glasblasen, Brauerei und Uhrmacherei. Sogar schneien kann es auf dem Abenteuergolfplatz. Viel Spaß haben die großen und kleinen Golfspieler auf den Flossen, die sie von einem zum anderen Ufer führen.
  • Kurgarten aufgewertet: Der Kurgarten ist jetzt der besondere Stolz der Kappler, zumal sie einen neuen Kinderspielplatz erhalten haben, in dem das renovierte Wassertretbecken für die Kinder der Renner ist. Die Eltern können in einem kleinen Biergarten, der mit Holzbänken und Tischen ausgestattet, ist das Toben der Kinder beobachten. Schlechtes Wetter ist kein Thema. Zwei gemütliche Holzhütten erlauben einen regengeschützten Aufenthalt. „Wir haben darauf geachtet, dass wir in unserer Gastronomie nur regionale Produkte anbieten", preisen die beiden Jungunternehmer ihr gastronomisches Angebot von Kuchen und Kaffee sowie kleinere Essensgerichte an. Genutzt werden kann die Anlage von bis zu 150 Personen gleichzeitig.
    Timo Grießenauer und Philipp Hogg freuen sich auf die Gäste und glauben an ihren Erfolg. Zumal sie neben einheimischen Gästen und Wanderern auch über die erfolgreiche Hochschwarzwald Card mit Sicherheit ein gewisses Gästepotenzial erreichen können. Für das Gästewohl stehen neun Mitarbeiter, die einer Teilbeschäftigung nachgehen, zur Verfügung.