Mobile Impfteams haben im Kreis Tuttlingen damit begonnen, in Pflegeheimen Bewohner und Personal gegen Corona zu impfen. Nach dem Start Anfang der Woche in Aldingen wurden am Freitag 80 Personen im Elias-Schrenk-Haus in Tuttlingen geimpft. Wie Landrat Stefan Bär bei der wöchentlichen Pressekonferenz informierte, soll die mobile Impfkampagne in der nächsten Woche in vier weiteren Pflegeheimen fortgesetzt werden.

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„Wir sind gerüstet“

Am Freitag, 22. Januar, beginnen dann die Impfungen im Kreisimpfzentrum. Bär: „Wir sind gerüstet, die Dinge sind bereit, die Technik ist da, die Freischaltung der Terminvergabe erfolgt am Dienstag.“ Geimpft wird dann immer mittwochs, freitags und samstags, bis alle verfügbaren Impfdosen verbraucht sind. Der Landrat bat um Geduld und Verständnis, wenn es zu Wartezeiten komme, weil in den Anfangswochen noch wenig Impfdosen bereitstehen.

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Keine Bindung an Kreisimpfzentrum

Außerdem wies er darauf hin, dass es auch für Bewohner des Landkreises Tuttlingen möglich sei, sich in einem der zentralen Impfzentren in Freiburg, Offenburg, Stuttgart oder Ulm impfen zu lassen. Man sei nicht an das eigene Kreisimpfzentrum gebunden. Was die Corona-Situation im Landkreis Tuttlingen angeht, sei keine durchgreifende Besserung in Sicht, erklärte Landrat Bär. Im Gegenteil, als Nachwirkung des vielfachen familären Zusammenseins an Weihnachten sowie auf Grund der auch im Nachbarkreis Zollernalb aufgetretenen Mutation des Virus blicke man mit Sorge in die Zukunft.

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Nachdem die Fallzahl der Neuinfizierten Anfang der Woche zwei Mal unter 20 gesunken war, stieg sie am Donnerstag wieder auf 58 und am Freitag auf 39. 51 der an oder mit Corona verstorbenen 90 Kreisbewohner lebten in Pflegeheimen. Auch dort sei die kurzzeitig verbesserte Entwicklung jüngst wieder schwieriger geworden. Derzeit seien 120 Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeheimen an Corona erkrankt, mit Schwerpunkten in den Heimen Haus Wartenberg Geisingen (41), St. Antonius Mühlheim (31) sowie Bethel Trossingen (19). In der Klinik ging die Zahl der Coronapatienten von 35 vor Weihnachten auf jetzt 18 zurück, zwei werden beatmet. Die Patienten sind zwischen 43 und 90 Jahre alt.