Zum Ende der ersten Woche mit neuen Lockdownregeln steigen die positiven Corona-Fälle im Landkreis Tuttlingen noch einmal stark an und erreichen mit 36 Neuzugängen den zweithöchsten gemeldeten Tageswert seit Beginn der Pandemie. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Freitag ebenfalls bei einem Höchstwert von 91,9. Die Zahl der momentan kreisweit Infizierten betrug 216, die Gesamtzahl der Coronakranken im Kreis lag bei 1041, genesen sind 800, verstorben 25.

18 neue Infektionen in Trossingen

Mit beigetragen zu der rasanten Entwicklung der Fälle hat ein weiteres Großereignis, ein Freikirchen-Gottesdienst in Schwenningen. Wie Landrat Stefan Bär bei der aktuellen Pressekonferenz informierte, seien dem Kreis Tuttlingen von diesem Ereignis 80 direkte Kontaktpersonen gemeldet worden, von denen inzwischen 19 positiv getestet wurden. Sie leben alle in Trossingen. Mit 18 Neumeldungen positiver Fälle führte Trossingen am Freitag auch die kreisweite Liste an, allein zehn davon gehen auf den Freikirchentermin zurück.

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Elf Menschen werden im Kreisklinikum behandelt

Im Kreisklinikum werden derzeit elf Coronakranke stationär behandelt, vier davon mit Beatmung. Sie sind zwischen 44 und 84 Jahre alt. „Die rasche Zunahme von drei Corona-Patienten in der letzten Woche auf aktuell elf bereitet uns etwas Sorge“, so Landrat Bär.

Nur noch zwei Schulen von Quarantäne betroffen

Etwas ruhiger geworden ist dagegen die Entwicklung an den Schulen. Nach den Herbstferien sind vorerst nur noch das Gymnasium in Trossingen und die Uhland-Realschule in Tuttlingen von Fällen und Schülern in Quarantäne betroffen.

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Wie angekündigt, setzt der Kreis jetzt Verstärkerbusse im Schülerverkehr ein. Einen ersten neuen positiven Fall meldete Bär auch aus einem Pflegeheim und zwar in Aldingen.

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Positiv äußerte sich der Landrat über den Einsatz von sechs Bundeswehrsoldaten, die seit dieser Woche das Gesundheitsamt bei der schwierigen Kontaktpersonen-Nachverfolgung unterstützen. Bär: „Bei weiter steigenden Zahlen werden wir versuchen, den Einsatz zu verlängern oder gar zu verstärken.“

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Vorerst nicht bemerkbar machen sich im Kreis die strengeren Corona-Regulierungen, die seit Montag gelten. „Wir hoffen auf einen daraus folgenden Rückgang der Fallzahlen in der nächsten oder übernächsten Woche“, meinte Landrat Bär. Kontrollen zur Einhaltung der Restriktionen seien Sache der Ortspolizeibehörden und nicht des Gesundheitsamts.