Die Kunststiftung Hohenkarpfen geht die Frage der Nachfolge ihres bisherigen Kustos Stefan Borchardt „zuversichtlich“ an, zumal das Ausstellungsprogramm fürs kommende Jahr schon gesichert sei. Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung von Vorstand und Kuratorium der Kunststiftung Hohenkarpfen hervor. In dieser werten Friedemann Maurer und Michael Ungethüm die „ehrenvolle Berufung von Stefan Borchardt an die Spitze eines der wichtigen Ausstellungshäuser der Republik als erwartbare Folge seiner hochrangigen Arbeit für das hiesige regionale Kunstmuseum“. Borchardt habe das „weit ins Land ausstrahlende Museum mit bedeutenden Ausstellungen, einschlägigen wissenschaftlichen Arbeiten und seltener museumsdidaktischer Fähigkeiten entscheidend geprägt“.

Wie berichtet verlässt Borchardt den Hohenkarpfen nach zehn Jahren als Kustos des Kunstmuseums Hohenkarpfen in Hausen ob Verena (Landkreis Tuttlingen). Er wird voraussichtlich im Februar kommenden Jahres die Direktion der Kunsthalle Emden übernehmen, deren Schwerpunkt die Kunst des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart ist. Er folgt dort auf die Geschäftsführerin Eske Nannen und den wissenschaftlichen Leiter Frank Schmidt, so die Kunststiftung Hohenkarpfen.

„Seit Februar 2007 ist Borchardt für die Kunststiftung tätig, wo er in den vergangenen zehn Jahren wichtige monografische Ausstellungen, unter anderem über Wilhelm Friedrich Gmelin und Maria Caspar-Filser, sowie Themenausstellungen wie ,Nützliche Natur. Die Landwirtschaft im Blick der Kunst‘, ,Theodor Heuss und die Kunst‘ und zuletzt ,Von Courbet zu Schuch. Realismus und reine Malerei‘ kuratierte, mit der die Kunststiftung Hohenkarpfen überregionale Aufmerksamkeit erregte“, heißt es weiter in der Mitteilung.

Borchardt wird darin so zitiert: „Die Arbeit für die Kunststiftung Hohenkarpfen hat mir große Freude gemacht. Ich bin dankbar dafür, dass ich hier Werke vieler Künstlerinnen und Künstler kennenlernen konnte, die ich sonst vielleicht nie gesehen hätte und von denen mir einige zu Herzensangelegenheiten wurden. Dankbar bin ich auch für die vielen schönen menschlichen Begegnungen, die mir die Arbeit für die Kunststiftung ermöglicht hat. Ich werde die vergangenen zehn Jahre in bester Erinnerung halten und freue mich auf die neue Herausforderung.“ (sk/jdr)