In seiner jüngsten Sitzung hat der Buchheimer Gemeinderat einstimmig den Haushaltsplan 2019 verabschiedet. Tobias Keller, noch Verbandskämmerer des Gemeindeverwaltungsverband Donau-Heuberg, hat letztmals in seiner Funktion als Kämmerer das 193 Seiten umfassende Buchheimer Planwerk ausführlich dargestellt und die wichtigsten Einzelhaushalte erläutert. Er sprach von einem historischen Haushalt, denn ab 2020 wird die Finanzplanung der Gemeinde nach dem neuen Doppik-System aufgestellt. Das Gesamtvolumen des Etats für 2019 liegt bei rund 2,2 Millionen Euro. Für die geplanten Projekte muss nicht auf Rücklagen zurückgegriffen werden und es sind keine Kreditaufnahmen nötig, so die Aussage des Kämmerers.

Schuldenstand gestiegen

Die Steuerhebesätze bleiben unverändert: Die Grundsteuer A bei 320, die Grundsteuer B bei 300 und bei der Gewerbesteuer bei 340 Prozentpunkten. Der Schuldenstand liegt Ende 2019 bei 1,2 Millionen Euro, somit steigt die Pro-Kopf-Verschuldung von 846 Euro auf 1831 Euro der 677-Seelen-Gemeinde.

Eigenanteile an Neubauprojekten

Derzeit wird das Großprojekt Neu- und Umbau des Kindergartens umgesetzt, diese Investition ist bereits in den Haushalten 2017/2018 mit mehr als einer Million Euro aufgeführt. Der Eigenanteil der Gemeinde für diese Maßnahme liegt bei 194 000 Euro. Die Erweiterung Bürgerhaus mit Schaffung eines zweiten Fluchtwegs verursacht Kosten in Höhe von 1 143 000 Euro hierfür gibt es Zuschüsse und Beihilfen in Höhe von rund 860 000 Euro, somit muss die Gemeinde noch 283 400 Euro aufbringen.

Anschluss an die Kläranlage Meßkirch

In der mittelfristigen Finanzplanung für die Jahre 2020 und 2021 ist die Sanierung des Rathauses und Schulhauses vorgesehen. Für die Feuerwehr soll ein neues Fahrzeug angeschafft werden. Die Sanierung der Kläranlage wird bis auf dringende Ersatzbeschaffungen nun zurückgestellt. Wie berichtet, hat sich der Gemeinderat für einen Anschluss zur Kläranlage nach Meßkirch entschieden. Für die Planung wurden vom Rat 31 000 Euro bewilligt.

Personalausgaben gewachsen

Die Personalausgaben stiegen auf 223 250 Euro. Im Jahr 2017 waren es noch 178 000 Euro. Für den Betrieb der Grundschule muss die Gemeinde 30 000 Euro aufbringen. Für das Schwimmen und den Sportunterricht in Mühlheim möchte man 5000 Euro aufbringen. Für den laufenden Betrieb des Kindergartens St. Josef beteiligt sich die Gemeinde nach Abzug der Zuschüsse mit einem Eigenanteil von 163 500 Euro. Die Kreisumlage schlägt mit 302 400 Euro und die Verbandsumlage mit 77 500 Euro zu Buche. Aus dem Gemeindewald erwartet man einen Erlös von 16 800 Euro.