Insgesamt rund 1350 Personen – inklusive Zugreisende – und mehr als 400 Fahrzeuge haben Zollbeamte im Umfeld des Southside-Festivals in Neuhausen ob Eck kontrolliert. Am Dienstag zog das Hauptzollamt Singen nun Bilanz.

"Insgesamt wurden rund 100 Strafanzeigen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittel-, das Waffen- und das Straßenverkehrsgesetz sowie drei Anzeigen wegen weiterer zollrechtlicher Vergehen (Verdacht auf Schwarzarbeit und Schmuggel von unversteuerten Zigaretten) verhängt", heißt es in einer Mitteilung. "Überdies wurden mehrere Personen an die Landespolizei übergeben: In sechs Fällen wegen Fahrens unter Drogeneinfluss sowie in zwei Fällen wegen des Verdachts auf Diebstahl von Elektrogeräten. Drei weitere Personen waren zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben", so der Zoll weiter.

Im Landkreis Waldshut sei bei zwei Reisenden sogar Diebesgut im Wert von rund 40 000 Euro gefunden worden: "Dabei handelte es sich um hochwertige Autoteile. Auch diese beiden Personen wurden an die Landespolizei übergeben."

Das Gros der Drogendelikte stellten Kleinmengen von Haschisch, Marihuana, LSD, Amphetaminen, Opium, Kokain und Ecstasy-Tabletten dar, so der Zoll. Daneben wurden auch Joints, ein Schlagstock, eine Machete sowie ein Einhandmesser bei den Festivalbesuchern gefunden.

Die Besucher seien sowohl bei der Anreise sowie während des Festivals kontrolliert worden. Kontrollschwerpunkte waren demnach der Bahnhof in Tuttlingen sowie die Zufahrtsrouten zum Festival über Engen, Aach, Immendingen und die B 314 aus Richtung Waldshut-Tiengen. Auch am Grenzübergang in Bietingen gab es Anreisekontrollen. Bis zu 90 Zöllner waren an den einzelnen Kontrolltagen jeweils im Einsatz.