Zum Teil schwere Verletzungen haben drei Menschen am frühen Abend des ersten Weihnachtsfeiertages bei einem Fahrzeugbrand auf der Kreisstraße zwischen Mariazell und Hardt im Kreis Rottweil davongetragen. Ein Ersthelfer erlitt zudem leichte Verletzungen. Das berichtet das Polizeipräsidium Tuttlingen.

Das Unglück nahm demnach seinen Lauf, als ein Ehepaar an dem Sonntag zusammen mit dem 80 Jahre alten Onkel und Adoptivvater des 46 Jahre alten Ehemannes von Mariazell in Richtung Hardt unterwegs waren: Kurz nach 17.30 Uhr sei im Innenraum des von der 46 Jahre alten Ehefrau gelenkten Suzuki Vitaras ein Brand ausgebrochen.

Die Frau habe das Auto Bereich des Gewanns Burschachen kurz vor Hardt sofort an den rechten Fahrbahnrand gelenkt. "Sie und der Ehemann stiegen sofort aus dem Wagen und versuchten den auf dem Beifahrersitz befindlichen 80-Jährigen aus dem Suzuki zu retten. Erst mit Unterstützung von Ersthelfern – anderen Verkehrsteilnehmern, die ebenfalls auf der Kreisstraße unterwegs waren – konnte der Mann schließlich aus dem Auto gezogen werden, in welchem das entstandene Feuer langsam um sich griff", so das Polizeipräsidium.

Der Wagen sei noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr vollständig ausgebrannt. Die beiden Eheleute hätten sich nicht unerhebliche Brandverletzungen an den Armen zugezogen. Sie mussten in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. Der 80-Jährige erlitt laut Polizei lebensgefährliche Brandverletzungen und wurde nach einer Erstversorgung im Schwarzwald-Baar Klinikum mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Auch einer der Ersthelfer sei bei dem selbstlosen Einsatz leicht verletzt worden und habe ärztlich behandelt werden müssen.

Bei dem Fahrzeugbrand waren neben der Feuerwehr Hardt mehrere Rettungskräfte mit Notarzt eingesetzt. Der Wagen, an dem wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von etwa 15 000 Euro entstand, wurde sichergestellt und von einem Abschleppdienst geborgen. Die weiteren Ermittlungen zu dem Fahrzeugbrand hat die Kriminalpolizei Rottweil übernommen.