Am ersten Mai machte unser Maischerz-Bild vom Klebezettel-BMW in Rottweil im sozialen Netzwerk Facebook Karriere. Der Beitrag erreichte zehntausende Nutzer, wurde hundertfach mit einem "Gefällt mir" bewertet. "Tolle Idee", "Coole Aktion" und "Geht doch, auch ohne etwas kaputt zu machen" waren sich viele Kommentatoren einig.

Lediglich ein Facebook-Nutzer stellte infrage, ob sich der Auto-Besitzer auch über diesen Scherz freue. Der SÜDKURIER hat nachgefragt. Die Antwort überrascht.

"Beim Auto reagiere ich normalerweise empfindlich", erzählt Darko Ivankovic. Ein Auto koste viel Geld. Damit mache man keine Späße, bei welchen ein Schaden entstehen könne. Doch den kreativen Klebezettel-Maischerz fand sogar der 46-Jährige selbst als Betroffener richtig klasse: "Das war eine super Idee. Es wurde nichts beschädigt. Da habe ich schon ganz andere Sachen erlebt." Daher würde er dem bislang unbekannten Zettel-Kleber gerne ein Bier spendieren.



Dass er sein Auto am ersten Mai plötzlich bei Facebook und beim SÜDKURIER in den Nachrichten gesehen hat, habe ihn überrascht, aber auch sehr gefreut. Das sei eine tolle Erinnerung.

Auf den Zetteln selbst fand Ivankovic keine Hinweise auf den Verursacher. Die waren nicht beschrieben. "Es könnte jemand aus meinem Bekanntenkreis gewesen sein", spekuliert der Familienvater. Sicher ist er sich jedoch nicht.

Wie fast jeden Tag hatte Ivankovic seinen geliebten 520er BMW aus dem Jahre 2012 am Abend in der Tuttlinger Straße abgestellt. "Ich habe nicht erwartet, dass etwas angestellt wird", erinnert er sich. Am Abend schaute er noch einmal aus dem Fenster. Alles war normal. Umso größer war die Überraschung, als er am nächsten Morgen erneut nach seinem Wagen sah. Hunderte, bunte Klebezettel stachen ihm sofort ins Auge.

Hunderte Klebezettel musste Darko Ivankovic am ersten Mai in Fleißarbeit wieder von seinem BMW abzupfen.
Hunderte Klebezettel musste Darko Ivankovic am ersten Mai in Fleißarbeit wieder von seinem BMW abzupfen. | Bild: privat

Um doch einen Schaden am Lack vorzubeugen zupfte er nur wenig später in Fleißarbeit alle Zettel wieder ab. Einige bunte Papierchen trug der Wind davon. Am Auto ist bis auf wenige Klebereste nichts mehr geblieben. Diese sollen bei einer Ausfahrt zur Waschanlage ebenfalls bald wieder verschwinden.