Ob beim Narrensprung in Rottweil oder der Da-Bach-na-Fahrt in Schramberg: Unterm Häs empfiehlt sich vielerorts die lange Unterhose. Der Februar ist zum Höhepunkt der schwäbisch-alemannischen Fastnacht in den Bergen frostig und grau, es kann auch regnen oder schneien. Erst am Montagnachmittag soll es besser werden. „Da kann die Sonne durchkommen“, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Sonntag in Stuttgart. Am Dienstag, wenn in Stuttgart und andernorts die Narren durch die Städte ziehen, kann es sogar länger sonnig werden. In den Bergen erwartet der DWD Temperaturen um den Gefrierpunkt. Im Flachland können es bis zu fünf Grad werden.

Am Fastnachtsmontag wollen in den Morgenstunden Hunderte Hästräger beim sogenannten Narrensprung in Rottweil durch das Schwarze Tor und die Straßen von Baden-Württembergs ältester Stadt ziehen. Es werden mehrere tausend Zuschauer erwartet. Nach dem Mittag stürzen sich im wenige Kilometer entfernten Schramberg (Kreis Rottweil) wagemutige Frauen und Männer mit verzierten Holzzubern in den Fluss Schiltach.

Die insgesamt 40 Teams müssen extra eingebaute Holzrutschen im Fluss überwinden und dabei möglichst trocken bleiben. Sonst drohen ihnen Schmach und der sogenannte Patschnass-Orden. Die Tradition lockt jährlich Tausende Besucher in die Schwarzwaldstadt.