Der aus Schiltach stammende Mann wird beschuldigt, die Frau am Sonntag gegen 11 Uhr an der Bundesstraße zwischen Schiltach und Schramberg mit einem Schlagwerkzeug attackiert und schwer verletzt zu haben.

Der Tatverdächtige sei unterdessen in ein Justizvollzugskrankenhaus eingeliefert worden, bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Rottweil, Frank Grundke. Er sei „im Prinzip geständig“.

Die Frage des Motivs sei weiterhin ungelöst. „Das ist etwas, wo wir rätseln“, so Grundke. Die klassischen Motive Raub, Sexualstraftat oder Beziehungstat schieden aus. „Die Tat ist schwer erklärbar.“

Wie berichtet hatte der 23-Jährige die Frau mittleren Alters, die auf dem Weg neben der Bundesstraße in der Nähe der Holzbrücke über die Schiltach joggte, unvermittelt angegriffen und schwer verletzt. Bisher sei der Mann der Staatsanwaltschaft nicht bekannt gewesen.

Radfahrer gesucht

Der Frau war es möglich, vorbeifahrende Autofahrer auf sich aufmerksam zu machen. Es bestehe derzeit keine Lebensgefahr für sie, bestätigt die Polizei. Sie konnte auch Aussagen über den Tathergang machen. Auf Grund ihrer Aussage ist bekannt, dass zur Tatzeit ein Radfahrer vorbeigekommen ist. Ihn bittet die Polizei dringend, sich als Zeuge zu melden. Ob er die Tat wirklich bemerkt hat, sei unklar, so Grundke.

Um festzustellen, ob der Tatverdächtige schuldfähig ist, sei er in das Justizvollzugskrankenhaus gekommen. Den ursprünglichen Tatvorwurf versuchter Mord habe man inzwischen auf versuchten Totschlag herabgestuft, so Grundke.