In einem gemeinsamen Gespräch am 1. September sind die Verantwortlichen laut Pressemitteilung der Gemeinde Königsfeld zu dem Entschluss gekommen, dass eine Durchführung in diesem Jahr aufgrund der unsicheren Lage nicht sinnvoll sei.

„Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht und im Vorfeld zahlreiche Informationen vonseiten des Städte- und Gemeindetages sowie des Gesundheits- und Ordnungsamtes des Landkreises eingeholt. Leider ist es aber dennoch unmöglich abzuschätzen, wie sich die Situation bis zum Dezember hin entwickelt und welche Vorgaben dann einzuhalten sind“, so Bürgermeister Link im Gespräch mit dem Verein.

Hygieneanforderungen nicht umsetzbar

Auch der Förderverein habe sich in den vergangenen Wochen intensiv mit den Vorgaben der Bundes- und Landesregierung beschäftigt. Die aktuell gültige Corona-Verordnung der Landesregierung sieht für Veranstaltungen besondere Hygieneanforderungen inklusive einem Hygienekonzept sowie die Datenerhebung sämtlicher Besucher und eine Grenze von unter 500 Besuchern vor. Für den Königsfelder Weihnachtsmarkt mit seinen bisher rund 90 Ständen, die dicht in der Friedrichstraße aufgebaut waren und mehrere tausend Besucher anlockten, wäre das nicht einzuhalten.

Argumente, die für Absage sprechen

Zur Erklärung nennen die Veranstalter einige Argumente: Die Standzahl müsste deutlich reduziert werden, sodass die Stände entzerrt und eine klare Wegeführung ermöglicht werden könnte. Zudem müsste der Bereich weiträumig eingezäunt werden, damit die Besucher an einem klar definierten Ein- und Ausgang gezählt und deren Daten erfasst werden könnten. Der Ausschank von Alkohol müsste untersagt werden. Ebenso müsste aufgrund der Infektionsgefahr Einweggeschirr benutzt werden. Bei Speisen und Getränken gelten strenge Hygienevorschriften. Die Abstandsregeln müssten eingehalten und gegebenenfalls ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Es dürften zeitgleich nur 499 Besucher anwesend sein.

Dies seien einige Gründe, die den Verein und die Gemeinde schweren Herzens zu der Entscheidung geführt haben, den Markt für das Jahr 2020 abzusagen. „Wir hoffen auf das Verständnis der Marktbeschicker und der Besucher. Wir bedauern diese Entscheidung sehr, wollten mit der Entscheidung zu diesem Zeitpunkt aber Klarheit für alle Beteiligten schaffen und freuen uns sehr auf die Durchführung im nächsten Jahr“, so Gerlinde Müller vom Förderverein.

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